Tag-Archiv für » Michael Michalsky «

Kitty King Comments – Backstage is the new Front Page!

Mittwoch, 31. August 2011 9:24

Backstage is the new Front Page!

Eine Fotoausstellung in Berlin zeigt Mega-Models behind the scene

Aus den Bikinihöschen hängen Papiertaschentücher, damit die Schminke nicht abfärbt. Ein Mädchen fotografiert ein anderes, zwei andere Models warten, die Blicke voneinander abgewendet. Um sie herum  jede Menge Kleiderständer und Mode. Gleich beginnt die Schau. Und was geht  backstage vor sich?  Dieser Frage sind die Fotografen Martin Diepold, Peter Grosslaub und Dorothea Tuch bei der Michalsky Style Nite Anfang Juli mit ihren Kameras nachgegangen. Dabei sind wunderschöne backstage-Bilder entstanden, die noch bis zum 21. September in der  Galerie  “Contributed” in Berlin zu sehen sind.  Am vergangenen Donnerstag war die Eröffnung.

„Es hat sich inzwischen ja herumgesprochen“, sagte Michalsky, „dass bei meinen Shows backstage eine fashion-untypische Atmosphäre herrscht. Das spiegeln auch die Bilder.“ Die besondere Stimmung entsteht dadurch, dass der Designer schon seit einiger Zeit mit der gleichen Modelagentur (Mega!) und dem gleichen Hair-und-Make-Up-Team zusammenarbeitet. Alle kennen sich inzwischen, und deshalb ist eine Michalsky-Schau immer auch eine Art Familientreffen. Die Models relaxen, tauschen sich aus über ihre jüngsten Reisen und Erlebnisse. Sie essen und telefonieren, vertreiben sich die Zeit mit Computerspielen oder posieren für Pressefotografen. Es riecht nach Haarspray und den Glätteeisen der Hairstylisten. Ein Model nach dem anderen wird zurechtgemacht.

Nadine Strittmatter wird geschminkt

Die Models sitzen brav an den Make-Up-Tischen wie auf Schulbänken und lassen sich Ponyfrisuren ankleben, die sie erst recht wie Schulmädchen aussehen lassen. Doch bei aller Routine in den äußeren Abläufen haftet der Atmosphäre doch etwas Magisches an: All die schönen Menschen! Das Gedränge und Getuschel in den Räumen! Erwartungsvolle Gesichter! Was denken Models vor der Schau? Was mag etwa in Andrej Pejic vorgehen, als er im Flur vor wildfremden Fotografen posiert, von einem kreisrunden Scheinwerfer (wie einem Heiligenschein) angestrahlt?

Die gezeigten Fotografien werfen Fragen auf. Das macht sie so besonders. Man kann minutenlang Gedanken und Emotionen auf sie projizieren. „Ich mag den Reportagestil“, sagt Dorothea Tuch, „die ruhigen Momente, in denen Models sich unbeobachtet fühlen.“ Sonst arbeitet sie als Theater- und Bühnenfotografin. Manche Bilder sind fast Cover-tauglich: Backstage als neue Frontpage…

Yuliana Dementyeva

Daniel Thomsen

Andrej Pejic

Der Abend ist ein Geschenk an Michalsky: Eine Freundin überraschte ihn mit dem Projekt. Zunächst plante die Galeristin Nadine Barth einen Fotoband, dann entschied sie sich doch für die Ausstellung. Im Eingangsbereich hängen Texte des Lyrikers Johannes Finke, die rund um typische Michalsky-Themen kreisen: Großstadtnomaden, Toleranz, Multikulti, sich frei fühlen, jung und sexy. Die Texte klingen nach Slam Poetry, schnell und assoziativ. Sie passen zur Musik von DJ Hell, der bei Michalsky-Partys öfters mal auflegt (siehe Foto!)

Michalsky und DJ Hell

Nach dem Bildergucken verlegen die Gäste die Party berlintypisch auf den Bürgersteig. Der Wein schmeckt eher mittelprächtig, aber das stört niemanden. Dafür sind viele gutaussehende Leute da. Johanna und Robin von Mega freuen sich über den Besuch ihres ehemaligen Praktikanten Julian aus Düsseldorf, der trotz seiner rheinischen Herkunft die richtigen Worte für Berlin-Events parat hat: „Spannendes Konzept!“

Johanna und Julian

Zu diesem Konzept gehört auch ein Videofilm von Peter Großlaub. Er wollte wissen, ob die Besucher der Style Nite sich mit dem Label Michalsky identifizieren. Deshalb ging er auf der After-Show-Party mit der Kamera herum und bat einzelne Gäste, mit ihren Fingern ein „M“ zu formen, falls sie sich identifizieren können. Natürlich machten alle mit. Michalsky entwirft eben „real clothes for real people“ – und die kommen auch immer wieder gern zu seinen Partys…

Michael Michalsky

Die Mega Model Agency dankt Enrico Wolff für die schönen Fotos von der Vernissage.

Von links nach rechts: Peter Grosslaub, Dorothea Tuch und Martin Diepold

Thema: Kitty King comments |

Berlin Fashion Week Juli 2011 – MICHALSKY StyleNite

Dienstag, 12. Juli 2011 18:06

Auch dieses Jahr hat die Mega Model Agency wieder das Casting für die Michalsky StyleNite erfolgreich durchgeführt.

MICHALSKY WOMEN SS 2012

MICHALSKY MEN SS 2012



LASCANA by MICHALSKY BEACHWEAR WOMEN

LASCANA by MICHALSKY BEACHWEAR MEN


Presse Links:

Bild Zeitung Online

Mega-Event StyleNite

LESMADS

Die Michalsky StyleNite

ZDF Mediathek

Zu Besuch bei Michalsky – Fitting für seine Show



Thema: Allgemein |

Making of Michael Michalsky Show

Dienstag, 25. Januar 2011 14:12

Interview: Pat Cleveland

Interview: Ted Linow

Interview: Michael Michalsky

 

Thema: Allgemein |

Michael Michalsky exclusive by Mega Model Agency

Montag, 24. Januar 2011 14:37

Casting und Choreografie: Ted Linow

 

Michalsky StyleNite auf Bild.de

Backstage bei Michalsky

Thema: Allgemein |

Kitty King comments: Event Prominent

Mittwoch, 10. November 2010 17:32

Ted Linow und Nane Mundt proudly present:

11 Jahre Event Prominent !

„Theater! Theater! Der Vorhang geht auf. Dann wird die Bühne zur Welt!“ Mit dem berühmten Hit von Katja Ebstein eröffnet Kim Fisher den Festabend im Grand Elysée in Hamburg. Sie singt und tanzt so gut, umgarnt von Tänzern des MDR Deutschen Fernsehballetts, dass ein älterer Herr im Publikum sie für Ute Lemper hält, den Musical-Star; auch wegen der blonden Haare. – Und wer ist die Dame mit den blonden Locken, die da so lässig über den Laufsteg flaniert? Doch nicht etwa Dagmar Berghoff? Und ob! Sie trägt eine Herrenweste zur gestreiften Anzughose, wackelt bei jedem Schritt kräftig mit dem Po und raucht schamlos Zigarette in der Nichtraucher-Zone. Die feine Dame als Dandy: Willkommen zum Event Prominent, Hamburgs größter und verrücktester Benefiz-Veranstaltung. Hier werden Grenzen überschritten, wenn bekannte Persönlichkeiten ihre bislang unbekannten Model-Talente unter Beweis stellen.

Am vierundzwanzigsten Oktober fand die Prominenten-Modenschau vor über fünfhundert Zuschauern bereits zum elften Mal statt. Sehr zur Freude der Initiatorin Nane Mundt und des Organisators sowie Regisseurs, Mega-Chef Ted Linow. Seit der Premiere 1999 sind durch die Veranstaltung bereits an die 900.000 Euro für den guten Zweck zusammengekommen. Die Erlöse gehen zur einen Hälfte an das Hospiz Hamburg Leuchtfeuer und zur anderen an den Verein Dunkelziffer, der gegen Kindesmissbrauch kämpft und Missbrauchsopfern Schutz und Hilfe bietet: „Es ist wichtig, dort zu helfen, wo Hilfe dringend notwendig ist“, sagen Ted Linow und Nane Mundt. „Soziales Engagement ist für uns eine große Freude! Und wir sind jedesmal überrascht, wie toll die Prominenten auf dem Laufsteg sind.“ Früher war die Veranstaltung ein Geheimtipp. „Aber inzwischen platzen wir aus allen Nähten und müssen in den größten Ballsaal der Stadt gehen.“ Als Regisseur, Choreograph und Mitorganisator ist Ted Linow seit Wochen mit der Bühnenshow befasst und Nane Mundt/Initiatorin: „Theater! Theater!“ Nun ist endlich klar, warum dieser Ohrwurm zuletzt so oft aus seinem Büro schallte – für den guten Zweck also… Na, dann!

Vonwegen: „Ich bin ein Star! Holt mich hier raus!“ Dschungelcamp-Sieger Ross Antony scheint die Aufmerksamkeit als Model zu genießen: Händchen haltend mit Ulla Kock am Brink, tänzelt er über den Laufsteg. Sabrina Staubitz gibt im knallengen schwarzen Leder-Mini eine tolle Figur ab, ähnlich wie Mirja du Mont, die als Ex-Playmate des Monats und Mutter zweier Kinder an ihre früheren Model-Erfolge mühelos anknüpft. Regina Halmich, stark wie im Boxring, schnappt sich das Mikrofon, um endlich mal klarzustellen, dass sie und Dagmar Berghoff „wie Schwestern“ aussehen. Die wiederum ruft Jan Hofer im Publikum zu: „Nächstes Jahr will ich Dich hier oben sehen! Ich liebe es, als Model über den Laufsteg zu gehen. Ich bin ein Bühnenkind!“ Kim Fisher, die als Moderatorin durch die Veranstaltung führt, ernennt Dagmar Berghoff frühzeitig zum „Model des Abends.“ Mega-Model Marica Pellegrinelli nimmt’s gelassen hin; spätestens bei ihrem Unterwäsche-Auftritt wird es ja ohnehin jeder sehen: Ihr, der Freundin von Eros Ramazotti, kann hier niemand so leicht die Schau stehlen!

Es ist ein schöner Zufall, dass Hamburg Leuchtfeuer und Dunkelziffer, zugunsten derer das Event Prominent stattfindet, die Assoziationen Licht und Schatten im Namen tragen. Denn die Wohltätigkeitsveranstaltung lebt von ihren Kontrasten. Wo sonst sieht man so unterschiedliche Charaktere, wie Til Schweiger und Vicky Leandros, Cora Schumacher und Detlev Buck oder Tim Mälzer und Jette Joop gemeinsam auf der Bühne? Und auch stille Stars treten hier ins Rampenlicht, so wie Professor Dr. Dr. Hermann Reichenspurner, der als ärztlicher Leiter des Hamburger Herzzentrums täglich Leben rettet. Oder Ralf Meyer vom Hamburger Kriminalamt. – Ob er den modelnden Schauspieler Kai Maertens in seine Verbrecher-Kartei aufnehmen wird? Der gibt nämlich den Bösewicht und schleicht mit hochgezogenem Kragen und finsterer Miene über den Laufsteg, so lange, bis alle lachen, das Publikum und er selbst: „Die Veranstaltung drückt große Lebensfreude aus“, sagt Josef Reppenhorst, der seit siebzehn Jahren für Hamburg Leuchtfeuer arbeitet, „und passt gerade deshalb gut zu unserem Haus. Denn im Hospiz wird ja nicht bloß gestorben, wie die Leute immer denken. Im Gegenteil: Die Menschen leben noch, und wir helfen ihnen dabei, die verbleibende Zeit positiv zu gestalten. Schönheit spielt dabei eine große Rolle. Wir geben den Abschiednehmenden viel Raum für ihre individuellen Bedürfnisse und begleiten sie genau so, wie sie es sich wünschen.“

Zwischen den Präsentationen der Mode von Baldessarini, Conley’s, Gianfranco Ferré (vom Modehaus Hoffmann zur Verfügung gestellt), Herrn von Eden, Lascana, Michael Michalsky und Susanne Wiebe treten Mimi,

Francisca Urio und Marie Biermann auf. Mit ihren Songs bringen sie ganz unterschiedliche Stimmungen  zum Ausdruck – Liebe und Melancholie (Mimi), Stärke und Unabhängigkeit (Francisca Urio) sowie Leichtsinn und einen Hauch Verruchtheit (Marie Biermann.) Das passt gut zur Vielseitigkeit des Abends, für den das Schmuckhaus Wempe extra einen „Glücksling“ entworfen hat, ein niedliches Schweinchen aus Silber, das es ab sofort bei Wempe zu kaufen gibt – für den guten Zweck, versteht sich.

Den Glücksling erhalten Sie bei WEMPE am Jungfernstieg 8 in Hamburg oder online unter

http://leuchtfeuerladen.de/

Die Erlöse aus dem Verkauf kommen Dunkelziffer und Hamburg Leuchtfeuer zugute.

Zum Abschluss tanzt noch einmal das MDR Deutsche Fernsehballett:  „I will survive!“ hallt durch den Saal. Kim Fisher holt nach Nane Mundt auch Ted Linow auf die Bühne und gratuliert ihm dazu, den Streß der Proben überlebt zu haben. Wer die beiden kennt, ahnt es schon: Die ersten elf Jahre waren erst der Anfang! Das Event Prominent „will survive“! Darauf einen Champagner. Im Ballsaal beginnt die große Party. Das Grand Elysée-Hotel spendiert jede Menge Köstlichkeiten, und auch, wer kein bisschen prominent ist, darf später auf den Tischen tanzen!

Event Prominent, Nane Mundt und Ted Linow danken den diesjährigen Models Ross Antony, Marc Bator, Volkan Baydar, Dagmar Berghoff, Bodo Bergmann, Petra van Bremen, Regina Halmich, Eveline Hall, Horst Janson, Heike Kloss, Ulla Kock am Brink, Dirk Kowalke, Susanne Kowalke, Janine Kunze, Sonja Lahnstein-Kandel, Moritz Lindbergh, Kai Maertens, Annabelle Mandeng, Ralf Meyer, Mirja du Mont, Frank Otto, Marica Pellegrinelli, Dr. Gabriel Pohl, Hubertus Regout, Prof. Dr. Dr. Hermann Reichenspurner, Angela Roy, Prof. Dr. Peter Scheidel, Inka Schneider, Zodwa Selele, Sabrina Staubitz, Isabelle Vértes-Schütter, Stefanie Volkmer-Otto, Janine White und den Mega-Models, die Lascana präsentiert haben. Der Moderatorin Kim Fisher. Den Sängerinnen Francisa Urio, Marie Biermann und Mimi. Dem MDR Deutschen Fernsehballett, insbesondere Darina Dimitrov und Jana Torneva. Sowie den vielen Sponsoren, freiwilligen Helfern und dem großartigen Publikum!

Filmausschnitte “Event Prominent”



Thema: Kitty King comments |

Making Of – Michalsky Show im Roten Rathaus

Donnerstag, 28. Oktober 2010 17:12

Thema: Allgemein |

Kitty King comments: Hanne im Glück!

Freitag, 24. September 2010 10:58

Hanne Brüning bei der New York Fashion Week

Wenn Mega-Model Hanne Brüning morgens aufsteht, schaut sie am liebsten erstmal ins Facebook und chattet ein bisschen mit ihren Freunden – egal, wo sie gerade ist, im Urlaub in Südfrankreich (im August), in New York  oder in London. Da sie soviel unterwegs ist, wird ihr Koffer allmählich immer bunter. Denn in jeder Stadt kauft sie einen Aufkleber und klebt ihn auf ihren knallblauen Samsonite: „Damit ich ihn am Flughafen schneller wiederfinde“, sagt sie. Ihre neueste Anschaffung ist ein Aufkleber mit der Aufschrift I love New York. Sie ist zum ersten Mal in New York gewesen, die Stadt hat ihr sehr gut gefallen, und die Fashion Week ist prima gelaufen für sie. Jetzt ist sie gespannt, was sie bei der Londoner Modewoche erwartet… – Wahrscheinlich eine Menge Arbeit, nachdem eine der wichtigsten englischen Modezeitschriften sie gerade als „Top New Face“ fotografieren ließ. „Ich war noch bei keinem Casting in London, bin aber schon für ein paar Schauen gebucht“, erzählt sie. „Verrückt!“

Überrascht ist außer ihr wohl niemand über ihren Erfolg. Denn Hanne hat das berühmte gewisse Etwas, das ein Model braucht, um es ganz nach vorne zu schaffen:  Gleich nach dem Abitur im Frühjahr, als sie endlich frei war für das Modelbusiness, wurde sie von Mega nach Paris vermittelt und von Karl Lagerfeld für die Haute Couture-Schau von Chanel gebucht. Bei der Berliner Modewoche im Juli lief sie u.a. für Michalsky und Rena Lange über den Laufsteg. Seit einem halben Jahr erscheinen immer neue, immer schönere Fotos von ihr in angesagten Magazinen. – Doch dann das: Anfang September, als Models aus aller Welt bereits nach New York flogen, um an den Castings für die Fashion Week teilzunehmen, lag Hanne in ihrer Heimatstadt nahe Münster mit Fieber im Bett. Ihre erste Teilnahme an der New Yorker Modewoche stand tagelang auf der Kippe. Erst in letzter Sekunde wurde sie gesund und konnte die Reise antreten. Ihre wichtigsten Auftritte in New York hatte sie in den Schauen von Thakoon und Tommy Hilfiger, der das fünfundzwanzigjährige Bestehen seiner Marke mit betont jungen Looks in fröhlichen Farben feierte und Hanne als all American girl über den Laufsteg schickte; das passte gut zu ihrer natürlichen Ausstrahlung.

Auf der After-Show-Party in der Metropolitan Opera spielten die Strokes, es gab Hamburger zu essen, und Jennifer Lopez schaute vorbei; ganz im Unterschied zu Hanne. Statt auf der Party nach berühmten Leuten Ausschau zu halten, ging sie lieber gemeinsam mit anderen Mega Models an einem ruhigen Ort essen. Auf Glitzerpartys legt sie keinen Wert. Ihren freien Tag in New York hat sie im Central Park verbracht – also dort, wo die Metropole New York ihrer Heimat Westfalen noch am ehesten ähnelt. Sie hat ein paar schöne Aufnahmen des Parks gemacht und sie über Facebook ihren Freunden in Deutschland gezeigt. Dann ist sie wieder losgezogen und hat Mitbringsel gekauft, ein rotes Yankees-Käppi für ihren Freund und ein T-Shirt mit der Aufschrift: I love New York. – Neue Stadt, neue Liebe? Da wird sich ihr Freund aber wundern… Hanne kann es kaum erwarten, ihn wiederzusehen. Doch vorher stehen noch zwei Modewochen an:  Mailand und Paris. Wenn es so weitergeht wie bisher, stehen ihr aufregende Wochen bevor, die sie hoffentlich genießen wird. Und wer weiß … Vielleicht wird sie sich in ein paar Jahren ähnlich äußern wie Tommy Hilfiger nach seiner Jubiläumsschau, als er der Presse sagte: „Am schönsten war es, als alles begann…“

Thema: Kitty King comments |

Michalsky Parfüm Kampagne – Eugen Bauder

Freitag, 3. September 2010 11:38

Model: Eugen Bauder

Fotograf: Denise Krentz

Thema: Allgemein |

Kitty King comments: Zur Sitzung nach New York

Freitag, 27. August 2010 16:04

Mega-Model Lino Meiries im Portrait

 

Wenn Mega-Model Lino Meiries in New York ist, wohnt er bei seinem Onkel in der Upper Westside.  „Und wenn ich von einem Casting komme“, erzählt Lino, „fragt Onkel Volker mich: Wie war die Sitzung?“ Er verstehe das Business nicht so ganz. Kein Wunder. Onkel Volker leitet die historische Abteilung der Columbia University in New York. Der Professor lebt von der Geschichtsschreibung, Lino Meiries dagegen im Hier und Jetzt: „Ich merke mir meine Jobs nicht und sammele auch die Bilder nicht, die von mir erscheinen.“

Umso wichtiger ist es für ihn, mit Mega eine Agentur gefunden zu haben, der er voll und ganz vertraut  und die sich um seine Model-Karriere professionell kümmert, damit er einen freien Kopf zum Arbeiten hat. Vertrauen ist wichtig zwischen einer Agentur und dem Model, weil es im täglichen Geschäft schließlich um viel Geld geht.

Wie sein Vater, der auf Teneriffa lebt und Reiseführer schreibt, ist Lino am liebsten unterwegs. Nach einem Wochenende in Berlin steht in dieser Woche die deutsche Provinz auf dem Reiseplan: Lino fährt nach Bremen und Münster, um alte Freunde zu besuchen. Danach geht es in den Familienurlaub nach Sardinien, dann zu den Schauen nach New York. Spannende Semesterferien. Neben dem Modeln studiert der 23-Jährige in Hamburg Sozialökonomie und schreibt gerade an einer Hausarbeit über Asylrecht – genau zum richtigen Zeitpunkt, kurz bevor er möglicherweise bald selbst Asyl beantragen wird… bei Onkel Volker, der sich auf interessante Verhandlungen gefasst machen kann: „Ein halbes Jahr New York wäre nicht schlecht“, meint Lino.

Mega hat ihn in New York bei einer der besten Agenturen für Männer untergebracht. Sie hat im Moment x-Anfragen für ihn und kann kaum erwarten, dass Lino mal wieder vorbeischaut.

Als Model entdeckt wurde er auf klassische Weise: beim Jobben als Barmann. Anfangs war er skeptisch: „Heutzutage ist ja fast jeder Model.“ Aber irgendwann siegte dann doch die Neugier. Lino war erst drei Tage lang Model, als Calvin Klein ihn nach New York einfliegen ließ. Für ausreichend Wirbel um seine Person war erstmal gesorgt. Er wurde für Boss und diverse Magazine fotografiert, darunter das V-Magazine, Tush, Kinky, Menswear, GQ, Dressed to kill und Urban. An einem Tag saß er für eine Gin-Werbung in Barcelona, am nächsten flog er zu einem Shooting nach Stockholm. „Ein völlig neues Leben“, sagt er, „irgendwann musste ich meinem Vater gestehen, dass ich ganz gut verdiene und er mich nicht mehr zu unterstützen braucht.“ – Endlich erwachsen; oder jedenfalls fast: Die Nacht vor dem Interview hat er im strömenden Regen verbracht, tanzend im Kiki Blofeld an der Spree. „Was mir an Berlin am besten gefällt, sind die Partys“, sagt er, kurz bevor er in den Zug nach Hamburg steigt, um den Grillabend bei seiner Oma noch rechtzeitig zu erreichen.

Im Januar, bei den Schauen in Mailand, lief er für so unterschiedliche Marken wie Zegna und Dolce&Gabbana. Danach beendete er in Hamburg sein Grundstudium, arbeitete im Mai in New York und war im Juli bei der Berliner Modewoche in den Schauen von Hugo Boss und Michalsky zu sehen. Bei jedem seiner Auftritte fällt auf, wie männlich, interessant und hinreißend schön er aussieht. Er hat einen makellosen Körper, hohe Wangenknochen und ein ausdrucksstarkes Gesicht. Auf manchen Fotos sieht er wie ein junger Dichter aus, empfindsam und zerbrechlich, einsam und klug. Aber auch den jungen Rebellen oder Geschäftsmann, Popper oder Freak nimmt man ihm ab. Es macht ihm Spaß, in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen. Im vergangenen Jahr nahm er an einem Projekt des Hamburger Schauspielhauses teil und spielte in einem Stück mit, in dem Texte von Goethe, Kafka und Rilke zitiert wurden. „Solche Sachen lese ich gern“, sagt er, „aber meistens fehlt mir die Zeit dazu.“

Das Modeln ist ein Beruf, den Lino ernst nimmt. „Für manche“, sagt er, „ist das Modeln nur ein großer Spaß“, aber wer für Mega arbeite, müsse schon eine professionelle Haltung haben. Als er für Dolce&Gabbana in Mailand gebucht war, kam er in den Genuss eines Laufsteg-Trainings. Das Designer-Duo hatte für die Proben zu ihrer Jubiläumsschau einen Coach aus den USA einfliegen lassen. „Die Frau“, sagt Lino, „hat geschrien, weil die Models so unmotiviert herum hingen.“ Er aber strengte sich an, fand die Proben „äußerst inspirierend“ und freute sich über die Entwicklung seiner Karriere. Es war die Schau zum 20. Geburtstag von Dolce&Gabbana – ein modehistorischer Moment. Wäre Onkel Volker da gewesen, hätte er gesehen, dass sein Neffe – auf seine Art – ebenfalls Geschichte schreibt. Und dass Castings, anders als manch eine Sitzung, zu wunderbaren Ergebnissen führen!

Thema: Kitty King comments |

Kitty King comments: Models – eine “gefährdete Art”?

Dienstag, 20. Juli 2010 15:52

  

„Mega“ bei der „Michalsky Style Nite“  

   

Beim Einchecken in die von der Lufthansa gesponserte Michalsky-Show geht es zu wie am Flughafen: Jede Menge Business Leute zeigen ihre Pässe vor! Zum Glück kein Abtasten, kein weiteres Durchleuchten mehr, nachdem die PR-Agentur bereits wochenlang Gäste-Profile studiert hat, um am Ende die hoffentlich perfekte Gästeliste vorliegen zu haben. Dass die Kontrollen auf dem Weg zur Michalsky-Schau von Saison zu Saison strenger werden, ist wohl eine Folge des Massenansturms, den seine Events seit Jahren auslösen, weil das ganze Berliner Partyvolk miterleben möchte, wie der Popstar unter den Berliner Designern seine Kollektionspräsentation im großen Stil feiert.  

Der kreisrunde Laufsteg im Tempodrom  erstrahlt ganz in Weiß, der Saal ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Schade nur, sagt mein Nachbar, dass Patricia Riekel nicht da sei. Denn eine Show ohne die „Bunte“ – die Chefredakteurin trägt ja nicht immer nur Schwarz… – sei jawohl keine Show. „Ach, ja?“ So hatte ich es noch nie gesehen; darauf erstmal einen Schluck Champagner… Wieder etwas dazugelernt!  

Christiane Arp von der Vogue und Alfons Kaiser von der F.A.Z. haben gerade in der First Class vor dem Laufsteg Platz genommen, als eine Lautsprecher-Stimme verkündet: „Welcome, ladies and gentlemen. (…) The star of the show will be Michael Michalsky.“ Diese Nachricht überrascht nun allerdings wenig: Auf der Absperrung vor dem Tempodrom ist der Name MICHALSKY in riesigen Buchstaben angebracht. Selbst blinde Michalsky-Lufthansa-Passagiere mit großen Sonnenbrillen können diesen Namenszug unmöglich übersehen!  

Und dann geht es auch schon los, aber nicht gleich mit ihm, sondern mit der Kollektion des Londoner Labels Maharishi. Viel Beige und Khaki, kurze Hosen zu Army-Jacken, Schutzhelme, Trinkflaschen, wuchtige Schuhe. Ein starker Kontrast zu all den romantischen Seidenkleidern bei der Modewoche bislang. Die Outfits erinnern an Tropenkleidung. Aber auch etwas von der „Operation Desert Storm“ schwingt in den Wüstenfarben der Uniformen mit: „Mega“-Model Benny Ernst kommt als Rettungssanitäter mit einem Rucksack vom „Roten Kreuz“ daher. Sind etwa Modeopfer im Saal, die verarztet werden müssen?  

Die Maharishi-Kollektion unter dem Motto „Theatre of War“ stimmt inhaltlich auf die anschließende Darbietung der Sopranistin Nadja Michael ein, die eine Arie aus „Medea“ mit großer Theatralik vorträgt. Darin geht es um Leben und Tod, ja um Mode und ein vergiftetes Kleid. Ihr eigenes ist giftig-orangefarben. Das lässt Böses erahnen, zumal bei den dramatischen Posen der Künstlerin. Wo ist Benny vom „Roten Kreuz“? Er ist sicherlich der schönste Sanitäter von allen, die an diesem 40 Grad heißen Tag überall in Berlin im Einsatz sind. Hier ein Foto von ihm aus der Schau, allerdings in einem anderen Outfit.   

   

   

Das nächste „Mega“-Highlight setzt Toni Garrn, die bei der Modewoche exklusiv für Michalsky läuft und die Schau wenige Tage nach ihrem 18. Geburtstag eröffnet. Sie trägt einen weißen luftigen Overall mit Fledermausärmeln. Vor den Kameras der Fotografen breitet sie einmal kurz die Arme aus, auf Wunsch des Designers, der ihren Auftritt nach der Schau begeistert kommentiert, ebenso wie eine Journalistin, die den Laufstil von Toni Garrn im backstage Bereich als „gazellenhaft, so aufrecht und stolz“ bezeichnet.     

   

  

  

Die Kollektion enthält sehr schöne fließende Seidenkleider, die Frauen wie griechische Göttinnen aussehen lassen. Die edlen Stoffe stehen den „Mega“-Mädchen ausgezeichnet. Wie Toni Garrn, haben auch Hanne Brüning und Rebeca Prado einen sehr eleganten Laufstil, den extrem hohen Schuhen zum Trotz, auf die Näherinnen in tagelanger Arbeit Pailletten und Kristalle genäht haben. Für die Anfertigung der Kollektion hat Michalsky 186.000 Swarowski-Kristalle bestellt! Er schmückt die Frauen gern, selbst an den Füßen.  

Dass Hanne – nach der Haute Couture-Schau von Chanel einige Tage zuvor in Paris – erst ihre siebte Modenschau läuft, merkt man überhaupt nicht. Dafür aber, wie außergewöhnlich hübsch die Abiturientin ist. Mit ihrem Schmollmund und den großen Augen könnte sie in Michalskys Blümchen-Overall mit kleinem weißen Kragen auch für die Puppenbauer der Käthe Kruse-Werkstatt Modell stehen; ein Bildnis von einem Mädchen!   

   

  

Michalsky sieht die Frau im nächsten Sommer teils in langen Gewändern, teils aber auch noch im Mini. Er hüllt sie in Seide, in goldene Paillettenkleider, kleidet sie aber auch in schwarzes Leder oder legt ihr einen breiten Metallring um die schlanke Taille. Als Inspirationsquellen für die Schau nennt er Grace Jones und Lady Gaga. Aber auch das triadische Ballett habe seine Arbeit beeinflusst, das in den 1920er Jahren von Oskar Schlemmer (nicht zu verwechseln mit Horst Schlemmer…) als dreigliedriger Tanz entwickelt wurde. Bauhaus und Grace Jones? Geht das zusammen? Er mache „keinen Unterschied zwischen Hoch- und Popkultur“, sagt Michalsky, der am gleichen Tag sein erstes Parfum gelauncht hat. Vielseitigkeit ist seine Art: Im Hause Michalsky werden neben der High Fashion auch Entwürfe für einen Sportartikelhersteller der chinesischen Dongxiang-Gruppe angefertigt. Außerdem Kostüme für das Musical „Yma“ im Berliner Friedrichstadtpalast, die nach der Modenschau von einigen Tänzerinnen und Tänzern in drei Tanzszenen vorgeführt werden. Das triadische Ballett lässt grüßen…  

    

Bei den Herren sucht man diesmal vergeblich nach den typischen Michalsky-Jeans mit tief sitzendem Schritt. Stattdessen zeigt Michalsky gut sitzende Anzüge,  Shorts und Hemden in Pastellfarben, sommerlich leicht, perfekt für Abende wie diesen. Einige Entwürfe spiegeln das Motto der Schau, „Gefährdete Arten der nördlichen Hemisphäre“, besonders deutlich. Sie weisen Stoffdrucke auf, die dem Fell des Iberischen Luchses sowie einem Schmetterling (dem Monarchfalter) und einem Vogel (dem Papageientaucher) nachempfunden sind. Die „Mega“-Models Daniel Thomsen, Gerrit Kramer, der zuletzt bei den Schauen in Mailand zu einem Liebling der Designer avancierte, Marcus Scheumann und Timo Rademann heben sich von der Konkurrenz stark ab, denn sie sind zweifellos die schönsten Male Models auf dem Laufsteg, jung und sexy, so wie wohl auch Michalsky den Mann sieht.  Schade nur, dass das Quartett auf der After-Show-Party wie vom Aussterben bedroht – nämlich gar nicht – erscheint. Das Motto „gefährdete Arten“ haben die Jungs wohl wörtlich genommen. Ganz schön clever, wenn man an einen der wichtigsten Grundsätze der Modelbranche denkt: Mach’ Dich rar, mach’ Dich beliebt… – Wer heute bei der großen Party fehlt, wird morgen dafür umso eher als Topmodel aufwachen, und dann ist es natürlich gut, schön ausgeschlafen zu sein. Bravo, Jungs!   

Thema: Kitty King comments |