CITIZAN K Magazine – Hanne Brüning
Freitag, 5. August 2011 10:48
Thema: Allgemein |
Mittwoch, 2. März 2011 15:20
Model: Hanne Brüning
Fotograf: Jan Rasmus Voss
Produktion & Styling: Niki Pauls
Hair & Makeup: Selina Spittler
Thema: Allgemein |
Freitag, 19. November 2010 17:30
Fotograf: Eric Nehr
Styling: Cristina Bernezzo
Make-Up: Tatyana Makarova
Haare: Vincent De Moro
Model: Hanne Brüning
Thema: Allgemein |
Freitag, 15. Oktober 2010 14:36
Die Mega Model Agency im Roten Rathaus von Berlin
Das Rote Rathaus, mal anders: Gegen 18 Uhr füllt sich der Festsaal. Neugierig mustert die Ehefrau des Botschafters von Brunei die anderen Gäste: Was die wohl anhaben? Auf ihrer Einladungskarte hat sie gelesen, dass der Dresscode des Abends „cocktail dress“ lautet. „Aber ich wusste nicht, was das ist“, sagt sie. Sie trägt ein grün-gelbes Gewand mit Kopftuch, ein fröhliches Outfit, passend zu ihrem freundlichen Naturell.
Cocktail Dresses: Brunei, rechts. Und Thailand, links.
Am vergangenen Freitag versammelte sich der Club „Willkommen in Berlin“ der Berliner Diplomaten im Großen Festsaal des historischen Gebäudes, um die Mode von Michael Michalsky kennenzulernen, in einer Modenschau, die Mega-Chef Ted Linow choreographierte. Mit dabei: Christina Kruse, Teresa Lourenco und andere Mega-Models. Alle Beteiligten arbeiteten unendgeldlich, aus Freude an der Mode und der diplomatischen Sache. Da soll noch einmal jemand sagen, die Modewelt sei politisch desinteressiert…
Weltkarte im Roten Rathaus
Erst zum zweiten Mal öffnet der Berliner Senat das Ratsgebäude für eine Modenschau. Der Laufsteg führt durch die Mitte des Großen Festsaals, dort entlang, wo ansonsten Senatsbeamte tagen oder Empfänge abhalten: „Der Raum ist in ein besonderes Licht getaucht“, sagt der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit in seiner Begrüßungsansprache. „Es herrscht eine prickelnde, kreative Atmosphäre.“ Einige Gäste tragen Kleider in leuchtenden Farben, Saris, Kaftane, paillettenbestickt, sicherlich handgefertigt und äußerst wertvoll. Der Stolz ganzer Nationen scheint in diesen prächtigen Kostümen zum Ausdruck zu kommen. Die Landestracht von Mme Fatoumata Siré Diakite aus Mali sticht besonders hervor. – Keine Frage, die Modenschau findet auch in den Zuschauerreihen vor der Bühne statt…
Mode aus Mali
Sierra Leone
Backstage laufen die Vorbereitungen schon seit 14 Uhr. Die Haare der Mädchen werden am Hinterkopf seitlich geknotet und die Lippen korallenrot geschminkt. Nach den Fittings ruft Ted Linow zur Probe. Michalsky, den Diplomaten zuliebe mit Samt-Pantoffeln statt Turnschuhen an den Füßen, legt den ersten Takt der Schau fest. „Die Musik läuft“, sagt er, „und wenn die olle Madonna anfängt zu singen, kommt La Kruse auf die Bühne.“ – Die olle Madonna? Der Superstar? Wenn der U.S.-Botschafter das gehört hätte…
Christina Kruse hat auch bei der Modewoche im Januar seine Schau eröffnet. Michalsky freut sich immer, wenn sie Zeit hat, um für ihn zu laufen. Sie besucht in diesen Tagen eine Freundin in Berlin und arbeitet schon wieder an einem neuen Kurzfilm, nachdem „Contours“ auf der Modewoche in New York erfolgreich gelaufen ist. Mit Teresa Lourenco unterhält sie sich über das Leben als Mutter. Erst vor drei Monaten hat Teresa ihre Tochter Zaria bekommen und ist schon wieder so dünn wie zuvor. Sie kann es kaum erwarten, wieder bei ihrem Baby zu sein: „Jeder Tag mit Zaria ist ein besonderer Tag!“ Teresa wirkt so glücklich; sie überstrahlt an diesem Tag alle!
Caroline Schrödl genießt die Ruhe im Make-Up-Raum. Sie ist aus München angereist, zusammen mit Bianca Rothärmel; leider sind die beiden in den falschen Zug gestiegen. Das ergab einige Probleme; bei der Pediküre können sie jetzt schön relaxen!
Hannah Kern kommt gerade aus London und muss schnell wieder dorthin zurück, um zu arbeiten. Hanne Brüning, die zuletzt u.a. für Wunderkind und Kenzo in Paris gelaufen ist, zählt nach, dass dies ihre siebzehnte Modenschau innerhalb von sechs Wochen sei. Zum ersten Mal in einer Modenschau dabei ist Isabelle Zöller. Sie ist erst fünfzehn und wurde schon mit elf Jahren von einem Scout in New York entdeckt. „Damals haben wir uns dagegen entschieden“, sagt ihre Mutter, „sie war noch zu jung, aber jetzt schauen wir mal, wie es läuft.“ Isabelle ist aufgeregt, aber, wie ihr perfekter Auftritt später zeigen wird, ganz und gar ohne Grund!
Ted Linow freut sich darüber, „in der Schau junge und reifere Models zusammenzubringen.“ Alterspräsidentin Eveline Hall ist schon 65 Jahre alt, aber gerade erst von Ellen von Unwerth entdeckt worden. Sie hat als Solotänzerin an der Hamburger Staatsoper, Schauspielerin am Thalia Theater und bei Siegfried und Roy in Las Vegas Karriere gemacht, als die meisten ihrer Kolleginnen noch lange nicht geboren waren. Sie trainiert immer noch täglich und arbeitet als Model und Chanson-Sängerin in Deutschland, Frankreich und den USA.
In der Schau läuft sie in einem weißen Fledermaus-Anzug gleich nach Christina Kruse, die in einem silbern glänzenden Overall eröffnet. Michalsky zeigt ausgewählte Stücke seiner aktuellen Winter- und Sommer-Kollektionen, besonders viel Abendmode; die Diplomaten-Gattinnen sollen sich ja ordentlich amüsieren und ausgehen in Berlin! Ein besonders glamouröses Kleid ist mit rund 6000 goldenen Pailletten bestickt: „In Zukunft soll Berlin nicht mehr arm und sexy sein“, sagt der Modeschöpfer in seiner kurzen Dankesrede, „wir wollen mit der Mode auch Wohlstand in die Hauptstadt bringen.“
Ob die Diplomaten-Gattinnen kaufkräftig Berliner Designer unterstützen werden, bleibt allerdings abzuwarten. Malika Lamrabet aus Marokko und Dr. Farrah Khilji aus Pakistan finden, dass die kürzeren Kleider doch sehr gewagt seien. Die Damen aus Ungarn, Schweden, Slowenien, Serbien, Italien und Holland (auf dem Foto von links nach rechts) sind voll des Lobes für die gesehene Mode, die „wunderschönen Models“ und Sängerin Mimi, die zum Ausklang des Abends ein Konzert gibt, vielleicht, um zu sehen, wie ihre Musik bei älteren Herrschaften ankommt. Offenbar sehr gut. Nicht nur die Dame aus Brunei hört andächtig zu, mit einem Cocktail in der Hand. Jetzt fehlt nur noch das passende Kleidungsstück!
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Freitag, 24. September 2010 10:58
Hanne Brüning bei der New York Fashion Week
Wenn Mega-Model Hanne Brüning morgens aufsteht, schaut sie am liebsten erstmal ins Facebook und chattet ein bisschen mit ihren Freunden – egal, wo sie gerade ist, im Urlaub in Südfrankreich (im August), in New York oder in London. Da sie soviel unterwegs ist, wird ihr Koffer allmählich immer bunter. Denn in jeder Stadt kauft sie einen Aufkleber und klebt ihn auf ihren knallblauen Samsonite: „Damit ich ihn am Flughafen schneller wiederfinde“, sagt sie. Ihre neueste Anschaffung ist ein Aufkleber mit der Aufschrift I love New York. Sie ist zum ersten Mal in New York gewesen, die Stadt hat ihr sehr gut gefallen, und die Fashion Week ist prima gelaufen für sie. Jetzt ist sie gespannt, was sie bei der Londoner Modewoche erwartet… – Wahrscheinlich eine Menge Arbeit, nachdem eine der wichtigsten englischen Modezeitschriften sie gerade als „Top New Face“ fotografieren ließ. „Ich war noch bei keinem Casting in London, bin aber schon für ein paar Schauen gebucht“, erzählt sie. „Verrückt!“
Überrascht ist außer ihr wohl niemand über ihren Erfolg. Denn Hanne hat das berühmte gewisse Etwas, das ein Model
braucht, um es ganz nach vorne zu schaffen: Gleich nach dem Abitur im Frühjahr, als sie endlich frei war für das Modelbusiness, wurde sie von Mega nach Paris vermittelt und von Karl Lagerfeld für die Haute Couture-Schau
von Chanel gebucht. Bei der Berliner Modewoche im Juli lief sie u.a. für Michalsky und Rena Lange über den Laufsteg. Seit einem halben Jahr erscheinen immer neue, immer schönere Fotos von ihr in angesagten Magazinen. – Doch dann das: Anfang September, als Models aus aller Welt bereits nach New York flogen, um an den Castings für die Fashion Week teilzunehmen, lag Hanne in ihrer Heimatstadt nahe Münster mit Fieber im Bett. Ihre erste Teilnahme an der New Yorker Modewoche stand tagelang auf der Kippe. Erst in letzter Sekunde wurde sie gesund und konnte die Reise antreten. Ihre wichtigsten Auftritte in New York hatte sie in den Schauen von Thakoon und Tommy Hilfiger, der das fünfundzwanzigjährige Bestehen seiner Marke mit betont jungen Looks in fröhlichen Farben feierte und Hanne als all American girl über den Laufsteg schickte; das passte gut zu ihrer natürlichen Ausstrahlung.
Auf der After-Show-Party in der Metropolitan Opera spielten die Strokes, es gab Hamburger zu essen, und Jennifer
Lopez schaute vorbei; ganz im Unterschied zu Hanne. Statt auf der Party nach berühmten Leuten Ausschau zu halten, ging sie lieber gemeinsam mit anderen Mega Models an einem ruhigen Ort essen. Auf Glitzerpartys legt sie keinen Wert. Ihren freien Tag in New York hat sie im Central Park verbracht – also dort, wo die Metropole New York ihrer Heimat Westfalen
noch am ehesten ähnelt. Sie hat ein paar schöne Aufnahmen des Parks gemacht und sie über Facebook ihren Freunden in Deutschland gezeigt. Dann ist sie wieder losgezogen und hat Mitbringsel gekauft, ein rotes Yankees-Käppi für ihren Freund und ein T-Shirt mit der Aufschrift: I love New York. – Neue Stadt, neue Liebe? Da wird sich ihr Freund aber wundern… Hanne kann es kaum erwarten, ihn wiederzusehen. Doch vorher stehen noch zwei Modewochen an: Mailand und Paris. Wenn es so weitergeht wie bisher, stehen ihr aufregende Wochen bevor, die sie hoffentlich genießen wird. Und wer weiß … Vielleicht wird sie sich in ein paar Jahren ähnlich äußern wie Tommy Hilfiger nach seiner Jubiläumsschau, als er der Presse sagte: „Am schönsten war es, als alles begann…“
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Mittwoch, 25. August 2010 20:08
Thema: Allgemein |
Freitag, 20. August 2010 9:21
Thema: Allgemein |
Freitag, 16. Juli 2010 17:01
Von der Schulbank zu Chanel
Mega-Model Hanne Brüning im Interview
Beim Michalsky-Fitting fragt Hanne Brüning höflich, ob sie sich ein Wasser vom Catering-Tisch nehmen dürfe. Später fährt sie mit der S-Bahn zum Hackeschen Markt, um eine Freundin zu treffen. „Wie wäre es mit einem Taxi?“, frage ich sie. „Nicht nötig“, antwortet Hanne. Sie ist höflich und bescheiden im Auftreten, ein zartes Wesen, das plötzlich inmitten
der wundersamen Welt der Mode steht. Bei den Haute Couture-Schauen Anfang Juli in Paris wurde sie von Chanel gebucht und zog alle Blicke auf sich. Jetzt rufen die Vogue und Konsorten bei Mega an und fragen nach ihr…
Während ich Hanne zum Fitting für die Michalsky-Modenschau begle
ite, bemerke ich, was für ein außergewöhnliches Mädchen sie ist, das sich Zeit nimmt für einzelne Momente, Gedanken und Menschen, statt dem rasanten Tempo einer Modewoche zu verfallen. Sie denkt genau über das nach, was sie sagt, und greift auch mal nach Stift und Papier, um eine Antwort mit Hilfe einer kleinen Zeichnung zu präzisieren. Hanne kann sehr gut zeichnen; sie liebt die bildenden Künste ebenso wie das Theater. Später möchte sie vielleicht mal Kulturmanagement studieren, aber erst später. Denn jetzt ist erstmal ihre Model-Karriere an der Reihe, die sie voller Neugier und Tatendrang angeht.
K.K.: Eben bist Du für Rena Lange gelaufen. Wie war es?
Hanne Brüning: Sehr schön, die Atmosphäre war ruhig und entspannt, mir gefiel von meinen
Outfits besonders ein luftiges Chiffonkleid. Die Farbe ging von dunkelblauen Tönen über in hellere Blautöne und dann in Weiß. Ein „rüschenhaftes“ Kleid mit Pailletten – sehr schön! Die Themen der Kollektion, Sylt, Sonne, Urlaub, konnte man ihm sehr gut ansehen.
Wie fühlst Du Dich, bevor Du auf den Laufsteg gehst?
Ich bin schon ein bisschen aufgeregt, daher sind die Proben sehr wichtig für mich. Bei der Chanel-Schau fühlte ich mich sehr gut aufgehoben. Aber trotzdem hatte ich meine roten Hände, die ich dann immer in die Luft halte, damit sie ihre normale Farbe zurückbekommen. Das sieht bestimmt komisch aus, muss aber sein…
Bei der Rena Lange-Schau waren die Schuhe ein kleines Problem. Die Absätze waren sehr hoch, und da meine Schuhe mir auch noch zu groß waren, retteten mich eigentlich nur die Riemchen ums Fußgelenk herum.
Du bist wirklich sehr gut gelaufen, sehr elegant – hinein in
Dein neues Leben nach dem Abitur. Wie ist das denn so gelaufen?
Ganz gut, ich bin mit meiner Abschlussnote „gut“ zufrieden. Englisch, mein einer Leistungskurs, lag mir nie so ganz. Aber in Kunst, dem anderen Leistungsfach, konnte ich prima punkten. Die schriftlichen Prüfungen liegen jetzt schon zweieinhalb Monate zurück. Mein Zeugnis habe ich aber erst vor drei Wochen bekommen. Die Abi-Zeit war natürlich anstrengend. Ständig musste ich meinen Freunden absagen, um Zeit zum Lernen zu haben. Aber es waren dennoch schöne Monate; die Abschlussfeiern an der Schule haben natürlich Spaß gemacht!
Wie hast Du den Sprung in die Modewelt geschafft?
Eine Freundin meiner Mutter hat mir geholfen, an meine ersten Probeaufnahmen zu kommen, mit denen ich mich dann bei Mega beworben habe. Jetzt war ich gerade zwei Wochen lang in Paris…
So viele Dinge auf einmal… Ich habe mir die ganze Stadt angesehen, den Eiffelturm, Sacré Cœur, Montmartre, den Louvre, Notre-Dame… Ich war ja zum ersten Mal in Paris. Gearbeitet habe ich natürlich auch und in einem Model-Appartment gewohnt, in der Nähe des Eiffelturms, also in einer sehr schönen Gegend. Fünf Mädchen in einer WG, da war immer was los… Wenn man zum Arbeiten in eine neue Stadt kommt, sieht man auch Ecken, die Touristen nicht zu Gesicht bekommen; das hat mir gefallen.
Du bist die Haute Couture-Schau für Chanel gelaufen. Wie war das?
Die Schau hat mich sehr beeindruckt. Was für einen Aufwand so eine Veranstaltung mit sich bringt: All die Hairstylisten, Visagisten, ein riesiges Buffet, und wir
Models haben Taschen voller Chanel-Kosmetikprodukte geschenkt bekommen. Ich frage mich, was so eine Schau insgesamt kostet. Auf dem Laufsteg stand ein haushoher goldener Löwe, er wurde innerhalb von drei Monaten gebaut – ein ganz schön langer Zeitraum, wenn man bedenkt, wie kurz der Löwe nur zu sehen war. Die Kleider waren aus ganz teuren Stoffen und mit Brokat, Perlen und Spitzen besetzt. Ich trug ein ganz tolles Kleid aus glänzender Seide, gerade geschnitten, und darüber eine kurzärmelige Jacke. Beides wunderschön.
Und wie war die Begegnung mit Karl Lagerfeld?
Sehr angenehm, ich habe ihn beim Fitting gesehen, und er war sehr nett. Bei der Schau kam er im Finale auf den Laufsteg. Wir Models haben ihn wie ein Ameisenhaufen umgeben; hoffentlich konnte ihn das Publikum dennoch gut sehen!
Aber Hanne: Hauptsache, wir konnten Dich sehen!
Vielen Dank für das Interview und alles Gute weiterhin!
Video Chanel
http://www.chanel.com/fashion/2#2-fall-winter-2010-haute-couture-chanel-fashion-show-19,0
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