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Kitty King comments: Zur Sitzung nach New York

Freitag, 27. August 2010 16:04

Mega-Model Lino Meiries im Portrait

 

Wenn Mega-Model Lino Meiries in New York ist, wohnt er bei seinem Onkel in der Upper Westside.  „Und wenn ich von einem Casting komme“, erzählt Lino, „fragt Onkel Volker mich: Wie war die Sitzung?“ Er verstehe das Business nicht so ganz. Kein Wunder. Onkel Volker leitet die historische Abteilung der Columbia University in New York. Der Professor lebt von der Geschichtsschreibung, Lino Meiries dagegen im Hier und Jetzt: „Ich merke mir meine Jobs nicht und sammele auch die Bilder nicht, die von mir erscheinen.“

Umso wichtiger ist es für ihn, mit Mega eine Agentur gefunden zu haben, der er voll und ganz vertraut  und die sich um seine Model-Karriere professionell kümmert, damit er einen freien Kopf zum Arbeiten hat. Vertrauen ist wichtig zwischen einer Agentur und dem Model, weil es im täglichen Geschäft schließlich um viel Geld geht.

Wie sein Vater, der auf Teneriffa lebt und Reiseführer schreibt, ist Lino am liebsten unterwegs. Nach einem Wochenende in Berlin steht in dieser Woche die deutsche Provinz auf dem Reiseplan: Lino fährt nach Bremen und Münster, um alte Freunde zu besuchen. Danach geht es in den Familienurlaub nach Sardinien, dann zu den Schauen nach New York. Spannende Semesterferien. Neben dem Modeln studiert der 23-Jährige in Hamburg Sozialökonomie und schreibt gerade an einer Hausarbeit über Asylrecht – genau zum richtigen Zeitpunkt, kurz bevor er möglicherweise bald selbst Asyl beantragen wird… bei Onkel Volker, der sich auf interessante Verhandlungen gefasst machen kann: „Ein halbes Jahr New York wäre nicht schlecht“, meint Lino.

Mega hat ihn in New York bei einer der besten Agenturen für Männer untergebracht. Sie hat im Moment x-Anfragen für ihn und kann kaum erwarten, dass Lino mal wieder vorbeischaut.

Als Model entdeckt wurde er auf klassische Weise: beim Jobben als Barmann. Anfangs war er skeptisch: „Heutzutage ist ja fast jeder Model.“ Aber irgendwann siegte dann doch die Neugier. Lino war erst drei Tage lang Model, als Calvin Klein ihn nach New York einfliegen ließ. Für ausreichend Wirbel um seine Person war erstmal gesorgt. Er wurde für Boss und diverse Magazine fotografiert, darunter das V-Magazine, Tush, Kinky, Menswear, GQ, Dressed to kill und Urban. An einem Tag saß er für eine Gin-Werbung in Barcelona, am nächsten flog er zu einem Shooting nach Stockholm. „Ein völlig neues Leben“, sagt er, „irgendwann musste ich meinem Vater gestehen, dass ich ganz gut verdiene und er mich nicht mehr zu unterstützen braucht.“ – Endlich erwachsen; oder jedenfalls fast: Die Nacht vor dem Interview hat er im strömenden Regen verbracht, tanzend im Kiki Blofeld an der Spree. „Was mir an Berlin am besten gefällt, sind die Partys“, sagt er, kurz bevor er in den Zug nach Hamburg steigt, um den Grillabend bei seiner Oma noch rechtzeitig zu erreichen.

Im Januar, bei den Schauen in Mailand, lief er für so unterschiedliche Marken wie Zegna und Dolce&Gabbana. Danach beendete er in Hamburg sein Grundstudium, arbeitete im Mai in New York und war im Juli bei der Berliner Modewoche in den Schauen von Hugo Boss und Michalsky zu sehen. Bei jedem seiner Auftritte fällt auf, wie männlich, interessant und hinreißend schön er aussieht. Er hat einen makellosen Körper, hohe Wangenknochen und ein ausdrucksstarkes Gesicht. Auf manchen Fotos sieht er wie ein junger Dichter aus, empfindsam und zerbrechlich, einsam und klug. Aber auch den jungen Rebellen oder Geschäftsmann, Popper oder Freak nimmt man ihm ab. Es macht ihm Spaß, in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen. Im vergangenen Jahr nahm er an einem Projekt des Hamburger Schauspielhauses teil und spielte in einem Stück mit, in dem Texte von Goethe, Kafka und Rilke zitiert wurden. „Solche Sachen lese ich gern“, sagt er, „aber meistens fehlt mir die Zeit dazu.“

Das Modeln ist ein Beruf, den Lino ernst nimmt. „Für manche“, sagt er, „ist das Modeln nur ein großer Spaß“, aber wer für Mega arbeite, müsse schon eine professionelle Haltung haben. Als er für Dolce&Gabbana in Mailand gebucht war, kam er in den Genuss eines Laufsteg-Trainings. Das Designer-Duo hatte für die Proben zu ihrer Jubiläumsschau einen Coach aus den USA einfliegen lassen. „Die Frau“, sagt Lino, „hat geschrien, weil die Models so unmotiviert herum hingen.“ Er aber strengte sich an, fand die Proben „äußerst inspirierend“ und freute sich über die Entwicklung seiner Karriere. Es war die Schau zum 20. Geburtstag von Dolce&Gabbana – ein modehistorischer Moment. Wäre Onkel Volker da gewesen, hätte er gesehen, dass sein Neffe – auf seine Art – ebenfalls Geschichte schreibt. Und dass Castings, anders als manch eine Sitzung, zu wunderbaren Ergebnissen führen!

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Kitty King comments: Großer Auftritt bei Calvin Klein – Philipp Schmidt

Dienstag, 16. Februar 2010 14:03

17. Februar 2010kerstin-neu

 

Großer Auftritt bei Calvin Klein:

Mega-Model Philipp Schmidt in New York

Vorgestern ist er in New York für Calvin Klein gelaufen, gestern wurde er für die amerikanische Vanity Fair calvin-klein-collectionfotografiert. Und das war nur der Anfang. Das dicke Ende steht Philipp Schmidt am Mittwoch erst noch bevor: Eine Statistik-Klausur an der Uni in Erlangen! – Da könnte er dann mal ausrechnen, wie ungewöhnlich, statistisch gesehen, sein bisheriger calvin-klein-collectionWochenplan gewesen ist.

Es ist Montagmorgen, acht Uhr, Philipp ist gerade aufgestanden und hat etwas Zeit für ein kurzes Telefon-Interview. Um zehn Uhr muss er bei der Agentur DNA sein, um einen Vertrag zu unterschreiben. Sie haben ein Dreiviertel Jahr lang auf ihn gewartet und wollen ihn unbedingt repräsentieren, nachdem er, über Mega gebucht, für Calvin Klein gelaufen ist. Aber natürlich auch, weil der 21-Jährige so unwahrscheinlich gut aussieht. (Gäbe es eine statistische Untersuchung zum durchschnittlichen Aussehen bayerischer Studenten: Er wäre der Lichtblick darin!)  

Männlich und markant die Gesichtszüge, sanft geschwungen dagegen der Mund. Makellos 055auch der Körper, athletisch und schlank. Auf den Bildern sieht man leider nicht die kleine Spalte zwischen Philipps vorderen Schneidezähnen, die seinem Lächeln etwas Spitzbübisches verleiht und zu einem Markenzeichen werden könnte.

 

Es war bereits sein zweiter Auftritt für Calvin Klein. Auch im vergangenen Sommer ist er, damals in Mailand, für Calvin Klein gelaufen. Als Philipp anschließend, auf dem Weg zur After-Show-Party, über den Platz vor dem Duomo ging, erblickte er zuerst den heiligen Dom und dann – heiliger Strohsack! – sich selbst: Das Video der Schau wurde an einer Hauswand gleich neben dem Gotteshaus gezeigt, wieder und wieder, bis spät in die Nacht hinein. Sich selbst in Überlebensgröße über den Laufsteg gehen zu sehen, noch dazu in dieser Umgebung; das sei ihm schon komisch vorgekommen, sagt Philipp.  

Die After-Show-Party vorgestern in New York hat ebenfalls bleibende Eindrücke bei ihm hinterlassen: „Überall standen Tischtennisplatten herum, wir haben dann ein paar Runden gespielt.“ Ob berühmte Personen da gewesen seien, möchte ich wissen. Er weiß es nicht. Prominenten beim üblichen Ping-Pong-Spiel aufzulauern, ist ja auch eher Sache der Klatschpresse. 

In Erlangen spielt Philipp regelmäßig Volleyball, doch in letzter Zeit musste er das Training öfters ausfallen lassen: „Ich bin ja viel gereist, nach Mailand, Kapstadt, Berlin, jetzt New York.“ Die Reisen machen ihm Spaß, aber nur, solange seine Freundin Julia nicht unter seiner Abwesenheit leidet. Das darf nicht sein; sie war es schließlich, die ihn auf die Idee brachte, sich als Model zu bewerben. Von seinem ersten New York-Trip bringt er ihr als verspätetes Geschenk zum Valentinstag ein cooles T-Shirt mit. Eine Postkarte hat er ihr auch schon geschrieben, angerufen sowieso. Offenbar hat Philipp nicht nur einen Herzbuben-Mund, sondern weiß auch noch das Richtige mit ihm anzufangen – eine treue Seele!

Was aber würde er tun, wenn etwa ein Fotoshooting mit Steven Meisel oder einem anderen großen Fotografen plötzlich auf den Plan rücken würde? „Leider könnte ich nicht bleiben“, sagt er, „die Klausur muss schon sein.“ Sein Studium, Wirtschaftsingenieurswesen im dritten Semester, ist ihm wichtig. Deshalb entwirft er, ganz der angehende Ingenieur, gemeinsam mit seinen Bookern immer wieder neue „Baupläne“ für seinen Alltag zwischen Uni-Hörsaal und Model-Arena. Nur als Model zu arbeiten, kann er sich im Moment noch nicht vorstellen. Nur das Leben in Erlangen zu führen, inzwischen aber auch nicht mehr.

Die Zeiten ändern sich eben: Auf die erste Calvin Klein-Schau im vergangenen ReplayCatSS10-2Sommer folgten zahlreiche Buchungen, unter anderem für GQ International, für die aktuelle Replay Kampagne, für L’Uomo Vogue und exklusiv die Michalsky-Schau in Berlin. Mit dem Shooting für Vanity Fair – „Jahrmarkt der Eitelkeiten“ – wird seine Beliebtheit auf eben diesem Rummelplatz nochmals größer werden. Höchste Zeit für Philipp, so richtig abzuheben: Mit dem Flugzeug nach Erlangen zu fliegen und im schönen Bayern in Klausur zu gehen.

P.S.

Statistiken sind ja schön in gut, aber am Ende siegt doch der Mythos: „If you can make it there, you´ll make it anywhere!“ Mit anderen Worten: Die Statistik am Mittwoch, Philipp, die packst Du im Handumdrehen: Viel Glück!

 

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cK Calvin Klein spring 2010 campaign preview: Mirte Maas, William Eustace

Freitag, 5. Februar 2010 15:42

cK Calvin Klein spring 2010 Kampagne

Mirte Maas

Model: Mirte Maas, William Eustace

Fotograf: Craig McDean

Stylist: Karl Templer

Art Director: Fabien Baron

Thema: Allgemein |