Michael Michalsky exclusive by Mega Model Agency
Montag, 24. Januar 2011 14:37
Thema: Allgemein |
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Freitag, 15. Oktober 2010 14:36
Die Mega Model Agency im Roten Rathaus von Berlin
Das Rote Rathaus, mal anders: Gegen 18 Uhr füllt sich der Festsaal. Neugierig mustert die Ehefrau des Botschafters von Brunei die anderen Gäste: Was die wohl anhaben? Auf ihrer Einladungskarte hat sie gelesen, dass der Dresscode des Abends „cocktail dress“ lautet. „Aber ich wusste nicht, was das ist“, sagt sie. Sie trägt ein grün-gelbes Gewand mit Kopftuch, ein fröhliches Outfit, passend zu ihrem freundlichen Naturell.
Cocktail Dresses: Brunei, rechts. Und Thailand, links.
Am vergangenen Freitag versammelte sich der Club „Willkommen in Berlin“ der Berliner Diplomaten im Großen Festsaal des historischen Gebäudes, um die Mode von Michael Michalsky kennenzulernen, in einer Modenschau, die Mega-Chef Ted Linow choreographierte. Mit dabei: Christina Kruse, Teresa Lourenco und andere Mega-Models. Alle Beteiligten arbeiteten unendgeldlich, aus Freude an der Mode und der diplomatischen Sache. Da soll noch einmal jemand sagen, die Modewelt sei politisch desinteressiert…
Weltkarte im Roten Rathaus
Erst zum zweiten Mal öffnet der Berliner Senat das Ratsgebäude für eine Modenschau. Der Laufsteg führt durch die Mitte des Großen Festsaals, dort entlang, wo ansonsten Senatsbeamte tagen oder Empfänge abhalten: „Der Raum ist in ein besonderes Licht getaucht“, sagt der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit in seiner Begrüßungsansprache. „Es herrscht eine prickelnde, kreative Atmosphäre.“ Einige Gäste tragen Kleider in leuchtenden Farben, Saris, Kaftane, paillettenbestickt, sicherlich handgefertigt und äußerst wertvoll. Der Stolz ganzer Nationen scheint in diesen prächtigen Kostümen zum Ausdruck zu kommen. Die Landestracht von Mme Fatoumata Siré Diakite aus Mali sticht besonders hervor. – Keine Frage, die Modenschau findet auch in den Zuschauerreihen vor der Bühne statt…
Mode aus Mali
Sierra Leone
Backstage laufen die Vorbereitungen schon seit 14 Uhr. Die Haare der Mädchen werden am Hinterkopf seitlich geknotet und die Lippen korallenrot geschminkt. Nach den Fittings ruft Ted Linow zur Probe. Michalsky, den Diplomaten zuliebe mit Samt-Pantoffeln statt Turnschuhen an den Füßen, legt den ersten Takt der Schau fest. „Die Musik läuft“, sagt er, „und wenn die olle Madonna anfängt zu singen, kommt La Kruse auf die Bühne.“ – Die olle Madonna? Der Superstar? Wenn der U.S.-Botschafter das gehört hätte…
Christina Kruse hat auch bei der Modewoche im Januar seine Schau eröffnet. Michalsky freut sich immer, wenn sie Zeit hat, um für ihn zu laufen. Sie besucht in diesen Tagen eine Freundin in Berlin und arbeitet schon wieder an einem neuen Kurzfilm, nachdem „Contours“ auf der Modewoche in New York erfolgreich gelaufen ist. Mit Teresa Lourenco unterhält sie sich über das Leben als Mutter. Erst vor drei Monaten hat Teresa ihre Tochter Zaria bekommen und ist schon wieder so dünn wie zuvor. Sie kann es kaum erwarten, wieder bei ihrem Baby zu sein: „Jeder Tag mit Zaria ist ein besonderer Tag!“ Teresa wirkt so glücklich; sie überstrahlt an diesem Tag alle!
Caroline Schrödl genießt die Ruhe im Make-Up-Raum. Sie ist aus München angereist, zusammen mit Bianca Rothärmel; leider sind die beiden in den falschen Zug gestiegen. Das ergab einige Probleme; bei der Pediküre können sie jetzt schön relaxen!
Hannah Kern kommt gerade aus London und muss schnell wieder dorthin zurück, um zu arbeiten. Hanne Brüning, die zuletzt u.a. für Wunderkind und Kenzo in Paris gelaufen ist, zählt nach, dass dies ihre siebzehnte Modenschau innerhalb von sechs Wochen sei. Zum ersten Mal in einer Modenschau dabei ist Isabelle Zöller. Sie ist erst fünfzehn und wurde schon mit elf Jahren von einem Scout in New York entdeckt. „Damals haben wir uns dagegen entschieden“, sagt ihre Mutter, „sie war noch zu jung, aber jetzt schauen wir mal, wie es läuft.“ Isabelle ist aufgeregt, aber, wie ihr perfekter Auftritt später zeigen wird, ganz und gar ohne Grund!
Ted Linow freut sich darüber, „in der Schau junge und reifere Models zusammenzubringen.“ Alterspräsidentin Eveline Hall ist schon 65 Jahre alt, aber gerade erst von Ellen von Unwerth entdeckt worden. Sie hat als Solotänzerin an der Hamburger Staatsoper, Schauspielerin am Thalia Theater und bei Siegfried und Roy in Las Vegas Karriere gemacht, als die meisten ihrer Kolleginnen noch lange nicht geboren waren. Sie trainiert immer noch täglich und arbeitet als Model und Chanson-Sängerin in Deutschland, Frankreich und den USA.
In der Schau läuft sie in einem weißen Fledermaus-Anzug gleich nach Christina Kruse, die in einem silbern glänzenden Overall eröffnet. Michalsky zeigt ausgewählte Stücke seiner aktuellen Winter- und Sommer-Kollektionen, besonders viel Abendmode; die Diplomaten-Gattinnen sollen sich ja ordentlich amüsieren und ausgehen in Berlin! Ein besonders glamouröses Kleid ist mit rund 6000 goldenen Pailletten bestickt: „In Zukunft soll Berlin nicht mehr arm und sexy sein“, sagt der Modeschöpfer in seiner kurzen Dankesrede, „wir wollen mit der Mode auch Wohlstand in die Hauptstadt bringen.“
Ob die Diplomaten-Gattinnen kaufkräftig Berliner Designer unterstützen werden, bleibt allerdings abzuwarten. Malika Lamrabet aus Marokko und Dr. Farrah Khilji aus Pakistan finden, dass die kürzeren Kleider doch sehr gewagt seien. Die Damen aus Ungarn, Schweden, Slowenien, Serbien, Italien und Holland (auf dem Foto von links nach rechts) sind voll des Lobes für die gesehene Mode, die „wunderschönen Models“ und Sängerin Mimi, die zum Ausklang des Abends ein Konzert gibt, vielleicht, um zu sehen, wie ihre Musik bei älteren Herrschaften ankommt. Offenbar sehr gut. Nicht nur die Dame aus Brunei hört andächtig zu, mit einem Cocktail in der Hand. Jetzt fehlt nur noch das passende Kleidungsstück!
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Dienstag, 20. Juli 2010 15:52
„Mega“ bei der „Michalsky Style Nite“
Beim Einchecken in die von der Lufthansa gesponserte Michalsky-Show geht es zu wie am Flughafen: Jede
Menge Business Leute zeigen ihre Pässe vor! Zum Glück kein Abtasten, kein weiteres Durchleuchten mehr, nachdem die PR-Agentur bereits wochenlang Gäste-Profile studiert hat, um am Ende die hoffentlich perfekte Gästeliste vorliegen zu haben. Dass die Kontrollen auf dem Weg zur Michalsky-Schau von Saison zu Saison strenger werden, ist wohl eine Folge des Massenansturms, den seine Events seit Jahren auslösen, weil das ganze Berliner Partyvolk miterleben möchte, wie der Popstar unter den Berliner Designern seine Kollektionspräsentation im großen Stil feiert.
Der kreisrunde Laufsteg im Tempodrom erstrahlt ganz in Weiß, der Saal ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Schade nur, sagt mein Nachbar, dass Patricia Riekel nicht da sei. Denn eine Show ohne die „Bunte“ – die Chefredakteurin trägt ja nicht immer nur Schwarz… – sei jawohl keine Show. „Ach, ja?“ So hatte ich es noch nie gesehen; darauf erstmal einen Schluck Champagner… Wieder etwas dazugelernt!
Christiane Arp von der Vogue und Alfons Kaiser von der F.A.Z. haben gerade in der First Class vor dem Laufsteg Platz genommen, als eine Lautsprecher-Stimme verkündet: „Welcome, ladies and gentlemen. (…) The star of the show will be Michael Michalsky.“ Diese Nachricht überrascht nun allerdings wenig: Auf der Absperrung vor dem Tempodrom ist der Name MICHALSKY in riesigen Buchstaben angebracht. Selbst blinde Michalsky-Lufthansa-Passagiere mit großen Sonnenbrillen können diesen Namenszug unmöglich übersehen!
Und dann geht es auch schon los, aber nicht gleich mit ihm, sondern mit der Kollektion des Londoner Labels Maharishi. Viel Beige und Khaki, kurze Hosen zu Army-
Jacken, Schutzhelme, Trinkflaschen, wuchtige Schuhe. Ein starker Kontrast zu all den romantischen Seidenkleidern bei der Modewoche bislang. Die Outfits erinnern an Tropenkleidung. Aber auch etwas von der „Operation Desert Storm“ schwingt in den Wüstenfarben der Uniformen mit: „Mega“-Model Benny Ernst kommt als Rettungssanitäter mit einem Rucksack vom „Roten Kreuz“ daher. Sind etwa Modeopfer im Saal, die verarztet werden müssen?
Die Maharishi-Kollektion unter dem Motto „Theatre of War“ stimmt inhaltlich auf die anschließende Darbietung der Sopranistin Nadja Michael ein, die eine Arie aus „Medea“ mit großer Theatralik vorträgt. Darin geht es um Leben und Tod, ja um Mode und ein vergiftetes Kleid. Ihr eigenes ist giftig-orangefarben. Das lässt Böses erahnen, zumal bei den dramatischen Posen der Künstlerin. Wo ist Benny vom „Roten Kreuz“? Er ist sicherlich der schönste Sanitäter von allen, die an diesem 40 Grad heißen Tag überall in Berlin im Einsatz sind. Hier ein Foto von ihm aus der Schau, allerdings in einem anderen Outfit.
Das nächste „Mega“-Highlight setzt Toni Garrn, die bei der Modewoche exklusiv für
Michalsky läuft und die Schau wenige Tage nach ihrem 18. Geburtstag eröffnet. Sie trägt einen weißen luftigen Overall mit Fledermausärmeln. Vor den Kameras der Fotografen breitet sie einmal kurz die Arme aus, auf Wunsch des Designers, der ihren Auftritt nach der Schau begeistert kommentiert, ebenso wie eine Journalistin, die den Laufstil von Toni Garrn im backstage Bereich als „gazellenhaft, so aufrecht und stolz“ bezeichnet.
Die Kollektion enthält sehr schöne fließende Seidenkleider, die Frauen wie griechische Göttinnen aussehen lassen. Die edlen Stoffe stehen den „Mega“-Mädchen ausgezeichnet. Wie Toni Garrn, haben auch Hanne Brüning und Rebeca Prado einen
sehr eleganten Laufstil, den extrem hohen Schuhen zum Trotz, auf die Näherinnen in tagelanger Arbeit Pailletten und Kristalle genäht haben. Für die Anfertigung der Kollektion hat Michalsky 186.000 Swarowski-Kristalle bestellt! Er schmückt die Frauen gern, selbst an den Füßen.
Dass Hanne – nach der Haute Couture-Schau von Chanel einige Tage zuvor in Paris – erst ihre siebte Modenschau läuft, merkt man überhaupt nicht. Dafür aber, wie außergewöhnlich hübsch die Abiturientin ist. Mit ihrem Schmollmund und den großen Augen könnte sie in Michalskys Blümchen-Overall mit kleinem weißen Kragen auch für die Puppenbauer der Käthe Kruse-Werkstatt Modell stehen; ein Bildnis von einem Mädchen!
Michalsky sieht die Frau im nächsten Sommer teils in langen Gewändern, teils aber auch noch im Mini. Er hüllt sie in Seide, in goldene Paillettenkleider, kleidet sie aber auch in schwarzes Leder oder legt ihr einen breiten Metallring um die schlanke Taille. Als Inspirationsquellen für die Schau nennt er Grace Jones und Lady Gaga. Aber auch das triadische Ballett habe seine Arbeit beeinflusst, das in den 1920er Jahren von Oskar Schlemmer (nicht zu verwechseln mit Horst Schlemmer…) als dreigliedriger Tanz entwickelt wurde. Bauhaus und Grace Jones? Geht das zusammen? Er mache „keinen Unterschied zwischen Hoch- und Popkultur“, sagt Michalsky, der am gleichen Tag sein erstes Parfum gelauncht hat. Vielseitigkeit ist seine Art: Im Hause Michalsky werden neben der High Fashion auch Entwürfe für einen Sportartikelhersteller der chinesischen Dongxiang-Gruppe angefertigt. Außerdem Kostüme für das Musical „Yma“ im Berliner Friedrichstadtpalast, die nach der Modenschau von einigen Tänzerinnen und Tänzern in drei Tanzszenen vorgeführt werden. Das triadische Ballett lässt grüßen…
Bei den Herren sucht man diesmal vergeblich nach den typischen Michalsky-Jeans mit tief sitzendem Schritt. Stattdessen zeigt Michalsky gut sitzende Anzüge, Shorts und Hemden in Pastellfarben, sommerlich leicht, perfekt für Abende wie diesen. Einige Entwürfe spiegeln das Motto der Schau, „Gefährdete Arten der
nördlichen Hemisphäre“, besonders deutlich. Sie weisen Stoffdrucke auf, die dem Fell des Iberischen Luchses sowie einem Schmetterling (dem Monarchfalter) und einem Vogel (dem Papageientaucher) nachempfunden sind. Die „Mega“-Models Daniel Thomsen, Gerrit Kramer, der zuletzt bei den Schauen in Mailand zu einem Liebling der Designer avancierte, Marcus Scheumann und Timo Rademann heben sich von der Konkurrenz stark ab, denn sie sind zweifellos die schönsten Male Models auf dem Laufsteg, jung und sexy, so wie wohl auch Michalsky den Mann sieht. Schade nur, dass das Quartett auf der After-Show-Party wie vom Aussterben bedroht – nämlich gar nicht – erscheint. Das Motto „gefährdete Arten“ haben die Jungs wohl wörtlich genommen. Ganz schön clever, wenn man an einen der wichtigsten Grundsätze der Modelbranche denkt: Mach’ Dich rar, mach’ Dich beliebt… – Wer heute bei der großen Party fehlt, wird morgen dafür umso eher als Topmodel aufwachen, und dann ist es natürlich gut, schön ausgeschlafen zu sein. Bravo, Jungs!
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Freitag, 16. Juli 2010 17:01
Von der Schulbank zu Chanel
Mega-Model Hanne Brüning im Interview
Beim Michalsky-Fitting fragt Hanne Brüning höflich, ob sie sich ein Wasser vom Catering-Tisch nehmen dürfe. Später fährt sie mit der S-Bahn zum Hackeschen Markt, um eine Freundin zu treffen. „Wie wäre es mit einem Taxi?“, frage ich sie. „Nicht nötig“, antwortet Hanne. Sie ist höflich und bescheiden im Auftreten, ein zartes Wesen, das plötzlich inmitten
der wundersamen Welt der Mode steht. Bei den Haute Couture-Schauen Anfang Juli in Paris wurde sie von Chanel gebucht und zog alle Blicke auf sich. Jetzt rufen die Vogue und Konsorten bei Mega an und fragen nach ihr…
Während ich Hanne zum Fitting für die Michalsky-Modenschau begle
ite, bemerke ich, was für ein außergewöhnliches Mädchen sie ist, das sich Zeit nimmt für einzelne Momente, Gedanken und Menschen, statt dem rasanten Tempo einer Modewoche zu verfallen. Sie denkt genau über das nach, was sie sagt, und greift auch mal nach Stift und Papier, um eine Antwort mit Hilfe einer kleinen Zeichnung zu präzisieren. Hanne kann sehr gut zeichnen; sie liebt die bildenden Künste ebenso wie das Theater. Später möchte sie vielleicht mal Kulturmanagement studieren, aber erst später. Denn jetzt ist erstmal ihre Model-Karriere an der Reihe, die sie voller Neugier und Tatendrang angeht.
K.K.: Eben bist Du für Rena Lange gelaufen. Wie war es?
Hanne Brüning: Sehr schön, die Atmosphäre war ruhig und entspannt, mir gefiel von meinen
Outfits besonders ein luftiges Chiffonkleid. Die Farbe ging von dunkelblauen Tönen über in hellere Blautöne und dann in Weiß. Ein „rüschenhaftes“ Kleid mit Pailletten – sehr schön! Die Themen der Kollektion, Sylt, Sonne, Urlaub, konnte man ihm sehr gut ansehen.
Wie fühlst Du Dich, bevor Du auf den Laufsteg gehst?
Ich bin schon ein bisschen aufgeregt, daher sind die Proben sehr wichtig für mich. Bei der Chanel-Schau fühlte ich mich sehr gut aufgehoben. Aber trotzdem hatte ich meine roten Hände, die ich dann immer in die Luft halte, damit sie ihre normale Farbe zurückbekommen. Das sieht bestimmt komisch aus, muss aber sein…
Bei der Rena Lange-Schau waren die Schuhe ein kleines Problem. Die Absätze waren sehr hoch, und da meine Schuhe mir auch noch zu groß waren, retteten mich eigentlich nur die Riemchen ums Fußgelenk herum.
Du bist wirklich sehr gut gelaufen, sehr elegant – hinein in
Dein neues Leben nach dem Abitur. Wie ist das denn so gelaufen?
Ganz gut, ich bin mit meiner Abschlussnote „gut“ zufrieden. Englisch, mein einer Leistungskurs, lag mir nie so ganz. Aber in Kunst, dem anderen Leistungsfach, konnte ich prima punkten. Die schriftlichen Prüfungen liegen jetzt schon zweieinhalb Monate zurück. Mein Zeugnis habe ich aber erst vor drei Wochen bekommen. Die Abi-Zeit war natürlich anstrengend. Ständig musste ich meinen Freunden absagen, um Zeit zum Lernen zu haben. Aber es waren dennoch schöne Monate; die Abschlussfeiern an der Schule haben natürlich Spaß gemacht!
Wie hast Du den Sprung in die Modewelt geschafft?
Eine Freundin meiner Mutter hat mir geholfen, an meine ersten Probeaufnahmen zu kommen, mit denen ich mich dann bei Mega beworben habe. Jetzt war ich gerade zwei Wochen lang in Paris…
So viele Dinge auf einmal… Ich habe mir die ganze Stadt angesehen, den Eiffelturm, Sacré Cœur, Montmartre, den Louvre, Notre-Dame… Ich war ja zum ersten Mal in Paris. Gearbeitet habe ich natürlich auch und in einem Model-Appartment gewohnt, in der Nähe des Eiffelturms, also in einer sehr schönen Gegend. Fünf Mädchen in einer WG, da war immer was los… Wenn man zum Arbeiten in eine neue Stadt kommt, sieht man auch Ecken, die Touristen nicht zu Gesicht bekommen; das hat mir gefallen.
Du bist die Haute Couture-Schau für Chanel gelaufen. Wie war das?
Die Schau hat mich sehr beeindruckt. Was für einen Aufwand so eine Veranstaltung mit sich bringt: All die Hairstylisten, Visagisten, ein riesiges Buffet, und wir
Models haben Taschen voller Chanel-Kosmetikprodukte geschenkt bekommen. Ich frage mich, was so eine Schau insgesamt kostet. Auf dem Laufsteg stand ein haushoher goldener Löwe, er wurde innerhalb von drei Monaten gebaut – ein ganz schön langer Zeitraum, wenn man bedenkt, wie kurz der Löwe nur zu sehen war. Die Kleider waren aus ganz teuren Stoffen und mit Brokat, Perlen und Spitzen besetzt. Ich trug ein ganz tolles Kleid aus glänzender Seide, gerade geschnitten, und darüber eine kurzärmelige Jacke. Beides wunderschön.
Und wie war die Begegnung mit Karl Lagerfeld?
Sehr angenehm, ich habe ihn beim Fitting gesehen, und er war sehr nett. Bei der Schau kam er im Finale auf den Laufsteg. Wir Models haben ihn wie ein Ameisenhaufen umgeben; hoffentlich konnte ihn das Publikum dennoch gut sehen!
Aber Hanne: Hauptsache, wir konnten Dich sehen!
Vielen Dank für das Interview und alles Gute weiterhin!
Video Chanel
http://www.chanel.com/fashion/2#2-fall-winter-2010-haute-couture-chanel-fashion-show-19,0
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Mittwoch, 16. Juni 2010 14:13
Show Package – Berlin S/S 2011: Mega Women and Men
Mega´s suite of superstars and stunning new faces guarantee them a stellar Berlin Fashion Week.
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Mittwoch, 24. Februar 2010 10:45
Jana Flötotto im Portrait
Greenich Village, New York, Samstagmorgen um acht: Jana Flötotto sieht aus wie frisch aus dem Ei gepellt – ungeschminkt, in einem blau-weiß geringelten Shirt, die Haare am Hinterkopf lose festgesteckt, holt sie sich noch rasch einen Tee und nimmt dann Platz am heimischen Computer, um eine Runde mit mir zu skypen. Sie hat große blaue Augen, lacht viel und spricht schnell. Kaum eine Pause zwischen den Sätzen zu machen, verpflichtet zu absoluter Ehrlichkeit. Das weiß auch sie selbst. Sie sei „ein ehrliches Gänseblümchen“ und „hasse es, wenn Leute unnötig auftrumpfen wollen.“
Bei ihr reicht es eben, wenn sie auch nur annähernd erzählt, was sie gerade so treibt, um
andere zu beeindrucken: Buchungen auf der ganzen Welt, und außerdem besitzt sie einen eigenen Modeladen im westfälischen Bielefeld, in dem sie sich zwischen zwei Modeljobs auch mal selbst hinter die Theke stellt. Ihre Fingernägel sind rot lackiert, sie streicht sich ein paar Strähnen aus dem Gesicht, nimmt einen großen Schluck Tee und denkt laut über ihr Model-Leben nach: „Limousinen und Partys, da fühle ich mich schnell bedrängt. Ein Model steht ja schon genug im Mittelpunkt.“ Das sei „etwas anstrengend manchmal.“ – Als sie Anfang vergangenen Sommers mit dem Geiger David Garrett gesichtet wurde, bedrängten Reporter der Klatschpresse sogleich die ganze Familie. Daraus hat sie gelernt und übt sich nun in äußerster Diskretion, wenn es um ihren neuen Freund geht, einen Bielefelder Fußballprofi, [...]
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Dienstag, 16. Februar 2010 14:03
Großer Auftritt bei Calvin Klein:
Mega-Model Philipp Schmidt in New York
Vorgestern ist er in New York für Calvin Klein gelaufen, gestern wurde er für die amerikanische Vanity Fair
fotografiert. Und das war nur der Anfang. Das dicke Ende steht Philipp Schmidt am Mittwoch erst noch bevor: Eine Statistik-Klausur an der Uni in Erlangen! – Da könnte er dann mal ausrechnen, wie ungewöhnlich, statistisch gesehen, sein bisheriger
Wochenplan gewesen ist.
Es ist Montagmorgen, acht Uhr, Philipp ist gerade aufgestanden und hat etwas Zeit für ein kurzes Telefon-Interview. Um zehn Uhr muss er bei der Agentur DNA sein, um einen Vertrag zu unterschreiben. Sie haben ein Dreiviertel Jahr lang auf ihn gewartet und wollen ihn unbedingt repräsentieren, nachdem er, über Mega gebucht, für Calvin Klein gelaufen ist. Aber natürlich auch, weil der 21-Jährige so unwahrscheinlich gut aussieht. (Gäbe es eine statistische Untersuchung zum durchschnittlichen Aussehen bayerischer Studenten: Er wäre der Lichtblick darin!)
Männlich und markant die Gesichtszüge, sanft geschwungen dagegen der Mund. Makellos
auch der Körper, athletisch und schlank. Auf den Bildern sieht man leider nicht die kleine Spalte zwischen Philipps vorderen Schneidezähnen, die seinem Lächeln etwas Spitzbübisches verleiht und zu einem Markenzeichen werden könnte.
Es war bereits sein zweiter Auftritt für Calvin Klein. Auch im vergangenen Sommer ist er, damals in Mailand, für Calvin Klein gelaufen. Als Philipp anschließend, auf dem Weg zur After-Show-Party, über den Platz vor dem Duomo ging, erblickte er zuerst den heiligen Dom und dann – heiliger Strohsack! – sich selbst: Das Video der Schau wurde an einer Hauswand gleich neben dem Gotteshaus gezeigt, wieder und wieder, bis spät in die Nacht hinein. Sich selbst in Überlebensgröße über den Laufsteg gehen zu sehen, noch dazu in dieser Umgebung; das sei ihm schon komisch vorgekommen, sagt Philipp.
Die After-Show-Party vorgestern in New York hat ebenfalls bleibende Eindrücke bei ihm hinterlassen: „Überall standen Tischtennisplatten herum, wir haben dann ein paar Runden gespielt.“ Ob berühmte Personen da gewesen seien, möchte ich wissen. Er weiß es nicht. Prominenten beim üblichen Ping-Pong-Spiel aufzulauern, ist ja auch eher Sache der Klatschpresse.
In Erlangen spielt Philipp regelmäßig Volleyball, doch in letzter Zeit musste er das Training öfters ausfallen lassen: „Ich bin ja viel gereist, nach Mailand, Kapstadt, Berlin, jetzt New York.“ Die Reisen machen ihm Spaß, aber nur, solange seine Freundin Julia nicht unter seiner Abwesenheit leidet. Das darf nicht sein; sie war es schließlich, die ihn auf die Idee brachte, sich als Model zu bewerben. Von seinem ersten New York-Trip bringt er ihr als verspätetes Geschenk zum Valentinstag ein cooles T-Shirt mit. Eine Postkarte hat er ihr auch schon geschrieben, angerufen sowieso. Offenbar hat Philipp nicht nur einen Herzbuben-Mund, sondern weiß auch noch das Richtige mit ihm anzufangen – eine treue Seele!
Was aber würde er tun, wenn etwa ein Fotoshooting mit Steven Meisel oder einem anderen großen Fotografen plötzlich auf den Plan rücken würde? „Leider könnte ich nicht bleiben“, sagt er, „die Klausur muss schon sein.“ Sein Studium, Wirtschaftsingenieurswesen im dritten Semester, ist ihm wichtig. Deshalb entwirft er, ganz der angehende Ingenieur, gemeinsam mit seinen Bookern immer wieder neue „Baupläne“ für seinen Alltag zwischen Uni-Hörsaal und Model-Arena. Nur als Model zu arbeiten, kann er sich im Moment noch nicht vorstellen. Nur das Leben in Erlangen zu führen, inzwischen aber auch nicht mehr.
Die Zeiten ändern sich eben: Auf die erste Calvin Klein-Schau im vergangenen
Sommer folgten zahlreiche Buchungen, unter anderem für GQ International, für die aktuelle Replay Kampagne, für L’Uomo Vogue und exklusiv die Michalsky-Schau in Berlin. Mit dem Shooting für Vanity Fair – „Jahrmarkt der Eitelkeiten“ – wird seine Beliebtheit auf eben diesem Rummelplatz nochmals größer werden. Höchste Zeit für Philipp, so richtig abzuheben: Mit dem Flugzeug nach Erlangen zu fliegen und im schönen Bayern in Klausur zu gehen.
P.S.
Statistiken sind ja schön in gut, aber am Ende siegt doch der Mythos: „If you can make it there, you´ll make it anywhere!“ Mit anderen Worten: Die Statistik am Mittwoch, Philipp, die packst Du im Handumdrehen: Viel Glück!
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