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Kitty King comments: Showpackage Berlin 2011 06.-09.Juli

Mittwoch, 15. Juni 2011 17:59

„Get ready for your fashion show!“

Die Mega Model Agency zählt die Tage bis zur Berliner Modewoche.

Vom 6. bis 9. Juli wird mal wieder die Modewoche in Berlin stattfinden, die „Börlin Fashion Week“, wie alle immer so schön sagen. Erstmals wird das Schauen-Zelt nicht auf dem Bebelplatz stehen, sondern auf der Straße des 17. Juni. Datum und Austragungsort können also verwechselt werden. Schon gehen die ersten Anrufe ein: „When is the Berlin fashion week? June 17th?“ Man müsste eine Rundmail an alle Akkreditierten schicken: „The party on June 17th (-street!) will start in about three weeks“ ­– mit passendem Google-Street-View dazu, damit auch bei ausländischen Gästen der Groschen fällt…

Noch laufen die Vorbereitungen in alle Ruhe ab. Traditionell wird es ja erst an den Tagen unmittelbar vor Beginn richtig hektisch: Die PR-Leute sitzen bis spät nachts an den Gästelisten, dem Designer fällt in letzter Sekunde ein besonderer Dreh ein, der „sofort!“ (Pech für die Näherinnen) in die Kollektion muss. Models eilen zu Castings und Fittings, und ihre Booker nehmen ausnahmsweise auch nach der „Tages-Schau“ sonntagabends noch Buchungen entgegen: „Tatort Berlin Fashion Week“ statt Fernsehkrimi. Da müssen alle Beteiligten durch.

Journalisten und Prominente kommen zuletzt in die Gänge. Je wichtiger sie sind, desto später. Hier gilt das modische Diktat „die Ersten werden die Letzten sein“ – die Gäste aus der ersten Reihe nehmen zuletzt Platz. Auf sie warten alle. Herr Wowereit ist die Ausnahme in der Front row. Er kommt pünktlich, doch wenn etwa die Vogue noch fehlt, muss auch der Bürgermeister warten, bevor er eine Rede halten oder einen Award ankündigen kann – den P&C-Award, Premium-Award, Karstadt-Award, Baltic Fashion Award oder die Becks-Experience… Es werden ja wechselnde Preise verliehen von Saison zu Saison. Übrigens nicht nur an Designer, sondern auch an die Gäste, die zur Belohnung für ihr Durchhalten hier und da „Goodie-Bags“ geschenkt bekommen.

Zwar ist die Modewoche eigentlich nur vier Tage lang. Aber trotzdem sprechen alle von einer Woche, vielleicht, weil sie die Nächte zu ihrer Arbeitszeit gleich hinzuzählen. Nach der ersten Nacht macht sich hier und da schon Müdigkeit bemerkbar. Die meisten geladenen Gäste haben ja im wahren Leben Bürojobs und sind an geregelte Arbeitszeiten und ausreichend Schlaf gewöhnt. Aber mit Beginn der Berlin Fashion Week sitzen sie plötzlich am berühmten „Schreibtisch im Nachtleben“ oder stehen auf Empfängen und Partys bis in die Nacht. Das Berliner Nachtleben verändert sich sichtbar. Die Fraktion „arm, aber sexy“ wird endgültig ins Berghain verbannt. Dafür überall Ü30- und Ü40-Party mit Besserverdienenden in Designerkleidung. Außerdem: Mehr Champagner als sonst. Small Talk, Fachgespräche, Finger Food und natürlich Flying Food.

Die fliegenden Häppchen bewahren nur leider nicht vor dem Katzenjammer am nächsten Morgen, wenn um neun oder zehn die erste Schau beginnt. Der Kopf dröhnt noch, sein Besitzer reduziert die anfängliche Fashion-Euphorie jetzt auf das Wesentliche: „Wann muss ich wo sein, um mich mit wem zu treffen? Wessen Schau sehe ich gerade? Wohin danach?“ Aus den üblichen W-Fragen werden zusehends „Oh weh!“-Fragen: Die Absatzschuhe drücken, der Schlafmangel wird immer akuter. Verkaterte haben das Gefühl, ihr Kopf wiege ebenso schwer wie dieser uralte Felsblock, den Sisyphos immer wieder gen Gipfel schieben musste. Nur mit dem Unterschied, dass die Gipfel hier „Weekend-Dachterrassenempfang“ oder „Soho-House-Dachterassenempfang“ heißen. Treppauf, treppab. Und wieder zurück zum Shuttle-Service. Die schwarzen Limousinen hupen sich durch den Verkehr wie in einem neuen Video zu Bowies: „Fashion / Turn to the left / Fashion / Turn to the right. / Beep-beep!“ Am Ende finden sie immer wieder zurück zum weißen Modewochen-Zelt. Diesmal auf der Straße des 17. Juni, wohlgemerkt!

Mega-Show-Packages

Also nur noch drei Wochen, und schon jetzt ist die Mega Model Agency im „angenehmen Fashion-Stress“ (Ted Linow). So entstand die Idee, für Kunden der Agentur ein außergewöhnliches „Show-Package“ zu kreieren. Die prall gefüllten Jute-Taschen werden in den kommenden Tagen von den Berliner Bookern persönlich an die Kunden in der Hauptstadt verteilt. Wer als Kunde nicht in der Hauptstadt wohnt, kann sich auf den Postboten freuen…

Sie enthalten – neben wichtigen Informationen – praktische Hilfsmittel für die Berliner Modewoche, darunter den „Mega-Fächer“ sowie eine Schlafbrille und Baldrian für das wohltuende Nickerchen zwischendurch.

Und was ist in dem verpackten Geschenk? Das verraten wir noch nicht. Nur soviel: Während die Liste mit den Namen der Designer, die präsentieren werden, erst in dieser Woche veröffentlich wird, haben einige Mega-Models ihr Kommen bereits zugesagt…

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Kitty King comments: Mega-Model Nicole Wronski bei “Wer wird Millionär”

Freitag, 3. Juni 2011 10:48

32.000 Euro gewonnen

Da soll noch einmal jemand sagen, Models hätten nur Klamotten und Partys im Kopf. Mega-Model Nicole Wronski beschäftigen ernsthafte Dinge: Mit gerade mal zwölf Jahren sagte sie in einem Fernsehquiz, dass ihr „Spezialgebiet der menschliche Körper“ sei. Damals nahm sie an der Sendung „Deutschlands schlauste Kinder“ teil und besuchte neben der Schule bereits Schüler-Veranstaltungen an der Hamburger Uni. Am vergangenen Montag trat sie wieder im Fernsehen auf, diesmal bei „Wer wird Millionär“, wo „Deutschlands schlaue Erwachsene“ ordentlich ihr Vermögen aufstocken können. Als Model wusste sie natürlich, dass Geld auf dem Konto nicht etwa „welkt“, sondern „eingeht“. Sie überwand schwierige Tierfragen nach den Guano Apes und dem Seeleoparden. Sie wusste, obwohl sie die Sportschau „furchtbar“ findet, dass Fritz von Thurn und Taxis ein Fußballmoderator ist. Sie wusste auch, dass Michel aus Lönneberga von Astrid Lindgren ist oder dass der Regisseur von „Forrest Gump“ auch bei „Zurück in die Zukunft“ Regie geführt hat. Nur die Namen Breschnev, Chruschtschow, Ulbricht und Honecker sagten ihr nichts. Ihr Spezialgebiet ist eben der lebendige menschliche Körper, während diese Personen – das verriet ihr Günther Jauch – allesamt „mausetot“ seien. Dennoch sei „ein Mensch“ mit einem der vier Namen vor kurzem mit Raùl Castro gesehen worden: „Welcher?“ „War das ein Papp-Aufsteller?“, fragte Nicole Wronski. „Ich glaube, sie hat keine Ahnung. Sie ist doch jung und kann arbeiten gehen“, schickte ein Redakteur als Nachricht an Günther Jauch. Dem fiel es schwer, die Abiturientin als erwachsene Frau zu akzeptieren: „Die Kinder von heute können keinen Akkusativ bilden“, sagte er über sie zum Publikum. Um sie in die Welt des Akkusativs einzuführen, bildete er irrtümlicherweise einen Dativ.

Vielleicht verwirrte ihn die strahlende Aura seiner Kandidatin, von der schon Ellen von Unwerth gesagt hat, dass sie „einfach süß“ sei. Aber eben auch klug: Bei 32.000 Euro stieg Nicole Wronski schließlich aus. Dabei hätte sie die Antwort auf die 64.000 Euro-Frage gewusst. Kein Problem: Die Differenz kann sie als Model verdienen. Gleich nach dem Fernsehauftritt flog Nicole für einen Job nach Korea: Business as usual nach einem ungewöhnlichen Auftritt.

Super gemacht! Herzlichen Glückwunsch, Nicole!

 


 

 

 

 

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Kitty King comments: “Ehrlich währt am längsten”

Montag, 4. April 2011 16:59

Mega – Model Nadine Strittmatter im Interview

„Als ich mit siebzehn nach New York kam, war ich ein richtiges Land-Ei“, sagt Nadine Strittmatter. Sie hatte Glück: Die Berühmten der Branche halfen ihr beim Schlüpfen: Anna Wintour, Steven Meisel, Peter Lindbergh. Inzwischen ist aus dem Küken von damals eine erfolgreiche Geschäftsfrau geworden, die in ihrer eigenen Fernsehsendung in der Schweiz nach talentierten Nachwuchsmodels sucht. Sehen (und hören!) Sie selbst!

Fashion Days Model Challenge mit Nadine Strittmatter

 

Entschuldige, Nadine, aber was sagst Du da? Ich versteh’ kein Wort.

Wir unterhalten uns über die Model-Show: Das versteht man doch!

Nicht ohne einen Übersetzer. – Was für eine Show ist das?

Eine Model-Casting-Show auf Pro Sieben. Eine Modelagentur hat mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, den Charles Vögele Fashion Days Model Contest 2010 zu moderieren. Als ich erfahren habe, dass ich am Konzept der Sendung mitwirken dürfte, habe ich spontan zugesagt. Die Dreharbeiten haben großen Spaß gemacht, und wir waren erfolgreich: Wir haben hervorragende Models gefunden, einen Jungen und ein Mädchen.

 

Was möchtest Du den Nachwuchs-Models mit auf den Weg geben?

Den einfachen Gedanken: Ehrlich währt am längsten! Sie sollen sich selbst treu bleiben und an ihre Stärken glauben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie sieht ein freier Tag für Dich aus?

Ich schlafe gern bis zehn, frühstücke ausgiebig, lese Zeitung und gehe mit Freunden raus in die Natur. Besonders dann, wenn ich in der Schweiz bin. Ich habe acht Jahre lang hauptsächlich in Amerika gelebt, bevor ich mir vor kurzem eine Wohnung in der Schweiz gekauft habe. Zwischen den vielen Reisen als Model entdecke ich meine alte Heimat wieder: die Ruhe, die gute Luft, die freundlichen Menschen, die Berge…

 

Du bist seit ein paar Monaten bei Mega. Wie gefällt es Dir?

Danke der Nachfrage: sehr gut! Ich habe das gesamte Team bei der Berliner Modewoche kennen gelernt und alle auf Anhieb gemocht. Ted Linow hat mich besonders beeindruckt, weil er so kreativ ist. Er hat ja die Michalsky-Show choreographiert und ein richtiges Spektakel aus dem Abend gemacht. Es hat mich gefreut, mit dabei zu sein. Und es war ungewohnt, bei einer Modewoche mal Deutsch zu sprechen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit Deiner Show förderst Du Model-Newcomer. Wie war die Anfangszeit als Model für Dich?

Es ging alles sehr schnell. Ich war siebzehn, kam vom Land und arbeitete plötzlich mit Steven Meisel und Peter Lindbergh zusammen. Oder lief in der Show von Victoria’s Secret. Der Erfolg über Nacht, die vielen Reisen, die neuen Menschen: An den Trubel um meine Person musste ich mich erstmal gewöhnen.

 

Hat das lange gedauert?

Zum Glück nicht. Als Model lernt man rasch dazu, wird erwachsen und selbstbewusst. Heute genieße ich mein Leben und meine Freiheiten: Ich arbeite als Model und probiere nebenher andere Dinge aus. Neulich habe ich ein Drehbuch geschrieben und einen Kurzfilm daraus gemacht. Er handelt von zwei Schwestern: Die eine wohnt in den Bergen, die andere in Los Angeles. Beim Schreiben konnte ich meine Lebenserfahrungen verarbeiten; ein spannender Prozess.

 

Schreibst Du regelmäßig?

Manchmal verfasse ich eine Kolumne für eine Schweizer Zeitung. Aber das Schreiben ist eher ein Freizeitvergnügen für mich. Ich möchte mich neben dem Modeln in Zukunft stärker der Schauspielerei widmen. Ich habe Schauspiel in Paris, New York und Los Angeles studiert. Mein Schauspiel-Lehrer Jack Waltzer hat mir dabei geholfen, meine Scheu abzulegen, mutiger zu sein, mich auf andere Rollen einzulassen. Das hat mir sehr geholfen, privat und beruflich.

Muss ein Model auch schauspielern können?

Schauspielerische Erfahrungen sind natürlich keine Voraussetzung, aber sie können von Vorteil sein. Heutzutage werden am Set ja auch Videos gedreht. Der Job ist facettenreicher geworden. Models müssen mehr können als noch vor ein paar Jahren.

 

Hat das Business sich in den letzten Jahren stark verändert?

Es ist mit der Digitalisierung immer schneller geworden: Während des Shootings sehen wir gleich die endgültigen Fotos. Früher war eine Zeitschrift wie eine Wundertüte. Heute wissen zumindest die Beteiligten immer schon im voraus, welche Bilder sie erwarten. Der Überraschungseffekt ist weg: schade, finde ich.

Das wäre ein gutes Thema für einen Artikel in unserem Blog. Wie wär’s mit einem Beitrag?

Dazu fehlt mir im Moment leider die Zeit, aber ich habe für die Weltwoche ein Interview mit Sven Kaufmann geführt, der eine Zeitlang für John Galliano gearbeitet hat. Galliano hatte zuletzt ja einige Probleme… Diesen Text könnte ich Dir schicken.

 

Gute Idee! Und herzlichen Dank für das Gespräch.

 

Model Nadine Strittmatter als Reporterin für die Weltwoche

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Kitty King comments: Jetzt aber mal Klartext!

Freitag, 11. März 2011 16:53

Modeln ist Maßarbeit – nicht Krankheit!


Gestern, bei Papà Pane in der Ackerstraße in Berlin, erzählte ein Freund mir, dass die Frau des beliebten Italieners eine Zeitlang mit Hilfe eines Magenbands abgenommen habe. Ihm sei das spanisch vorgekommen: „Eine italienische Mamma muss doch rund sein!“ Interessant, dachte ich. Die Pizzabäckerin soll also bitte so rund wie eine Pizza sein; aber an seine Freundin legt er bestimmt andere Maßstäbe an. Aber als uns dann der Nachtisch gebracht wurde, verstand ich sofort, was er meinte: So eine große Portion Tiramisù – köstlich! Die konnte nur von jemandem stammen, der kein Magenband, sondern gesunden Appetit hat…

Welche anderen Berufe gibt es, fragte ich mich später, mit denen wir bestimmte Körpermaße assoziieren? Fußballprofis haben dicke Waden, gern auch mal O-Beine. Skispringer sind Fliegengewichte, und bei Bauarbeitern denkt man gleich an die Bierwampe. Mathe-Genies und Computer-Nerds stellt man sich dünn und klapprig vor, Opernsängerinnen eher vollschlank: Es wäre ungewohnt, eine „Königin der Nacht“ in Size Zero zu sehen. Auch eine dicke Ballerina beim Spitzentanz kann man sich nur schwer vorstellen (es sei denn, Harpe Kerkeling steckte in dem Tüllkleid.) Und wie wäre wohl eine Modenschau, in der lauter Sumo-Ringer über den Laufsteg stampfen? Nicht mal Gaultier ist bislang auf diese Idee gekommen, natürlich nicht: Jedem Beruf seine „bella figura“ – und dieser „gute Eindruck“ besteht bei Models nun mal darin, schön und schlank zu sein. Was ist schon dabei?

Wenn man die Medien verfolgt, gibt es kaum mehr Models, sondern nur noch Topmodels und „Magermodels“ – überall, wohin das Auge blickt. Keiner kommt auf die Idee, dass dünne Frauen heutzutage vielleicht nur deshalb so auffallen, weil die Gesellschaft immer dicker wird. Muss die Mode sich da anpassen? Es ist inzwischen völlig normal zu fordern, dass Models einen bestimmten BMI haben sollen, um in Modenschauen mitlaufen zu dürfen. Es ist auch völlig normal geworden, für Mode „ohne Models“ zu werben, mit waschechten Frauen inszeniert, schön nah dran am Leben; als wären all die Reality Soaps im Fernsehen nicht schon schlimm genug. Sollte es nicht wenigstens in der Mode noch Raum für Gegenentwürfe geben? Alternativen zu den Größen 40/42 und aufwärts?  Mode soll inspirieren, Mode ist Kunst – und keine Authentizitäts-Werkstatt.

Außerdem sind die meisten Models (und ich kenne wirklich sehr viele) normal-gesund, normal-munter und genussfähig. Ihre Maße 90-60-90 (und Werte rund herum, nur bitte nicht zu rund…) lassen sich wunderbar mit der Anti-Diät „Fit durch Pommes Frites“ vereinbaren. Gut möglich, dass es Leute gibt, die bereits im Vorbeigehen an einer Torte ein paar Gramm zunehmen; aber es gibt eben auch die anderen, so wie mich: Ich muss gleich zwei Stücke von der Torte essen, um nicht abzunehmen! Daran ist nichts krank oder abartig; den dünnen Windhund verdächtigt ja auch niemand, eigentlich ein molliges Tier zu sein.

Früher konnte man als dünner Mensch noch sorglos singen: „Ich bin froh, dass ich kein Dicker bin, denn Dicksein ist ’ne Quälerei… Ich bin froh, dass ich so ’n dünner Hering bin. Denn dünn bedeutet, frei zu sein.“ Heute dagegen muss man als schlanke Person allen ständig versichern, zwar dünn, aber dennoch gesund zu sein. Mal ehrlich: Das ist doch krank…

Wenn eine deutsche Fernsehmoderatorin ein Buch über ihre Diät und den anschließenden Jojo-Effekt schreibt, beides eine Tortur für den Körper, regt niemand sich auf. Im Gegenteil: Das „Moppel-Ich“ wird gefeiert und der Kampf gegen die Pfunde zum Bestseller. Aber als Kate Moss in ihrem ersten Fotoband am Ende des Vorworts notierte, sie gehe jetzt ein schönes großes Steak mit Pommes essen, glaubten jedenfalls die „Moppel“ ihr kein Wort. Für sie war und blieb sie ein Magermodel: Inbegriff des Unnatürlichen, jugendgefährdend, männermordend u.s.w.

Man sollte, finde ich, mit dem Thema Magersucht nicht so blind hausieren gehen, um bessere Einschaltquoten zu erhalten. Immerhin handelt es sich um eine schlimme Krankheit mit diffusen Ursachen – genetischen, familiären, psychischen. Wer magersüchtig ist, will immer noch dünner werden, hat ein völlig verzerrtes Selbstbild, ist unkonzentriert, arbeitsunfähig, schlaflos. So ein kranker Mensch fällt auf, auch im Model Business… und wird dann von Menschen wie Mega-Chef Ted Linow persönlich zum Psychologen geführt (eine Maßnahme, die in bald 20 Jahren Agenturgeschichte aber erst ein einziges Mal notwendig war.) Gerade in deutschen Modelagenturen werden Models verantwortungsvoll und individuell betreut, von Bookern, die rund um die Uhr erreichbar sind und wirklich alles geben für das Wohl ihrer Schützlinge.

Nun führt ausgerechnet Nadja Auermann, die früher selbst gern als Lolita oder Vamp posierte, der ganzen Magermodel-Debatte frisches Futter zu, mit ein paar gepfefferten Sätzen in der BILD: „Wir brauchen ein Gesetz gegen Magermodels. Es geht darum, kein pädophiles Schönheitsideal in der Mode zu prägen.“ – Was soll das? Eine späte Läuterung? Ein Versuch, in die Presse zu kommen? Die Neurobiologie vermutet, dass krankhafte Veränderungen im Gehirn die Störung Pädophilie auslösen; aber keine Modekampagne…

Was wollen die Leute eigentlich? Dass Models demnächst ihre schönen Körper verstecken? Dass sie, als Nonnen oder Priester verkleidet, in langen Gewändern über den Laufsteg wandeln? Fellini hat diese Idee schon 1972 in seinem Film „Roma“ gewagt: Heilige Mutter Maria! Mamma Pane! Soll das die Zukunft sein? Als wüsste nicht jeder, dass selbst unter dem katholischsten Gewand die falschen Sexualtriebe lauern können…

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Sagen Sie jetzt nichts, Toni Garrn SZ-Magazin 28. Januar 2011

Donnerstag, 27. Januar 2011 19:01

Models sind ja viel allein in Hotelzimmern. Schon mal in einem Internetportal geflirtet?

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Kitty King comments: Event Prominent

Mittwoch, 10. November 2010 17:32

Ted Linow und Nane Mundt proudly present:

11 Jahre Event Prominent !

„Theater! Theater! Der Vorhang geht auf. Dann wird die Bühne zur Welt!“ Mit dem berühmten Hit von Katja Ebstein eröffnet Kim Fisher den Festabend im Grand Elysée in Hamburg. Sie singt und tanzt so gut, umgarnt von Tänzern des MDR Deutschen Fernsehballetts, dass ein älterer Herr im Publikum sie für Ute Lemper hält, den Musical-Star; auch wegen der blonden Haare. – Und wer ist die Dame mit den blonden Locken, die da so lässig über den Laufsteg flaniert? Doch nicht etwa Dagmar Berghoff? Und ob! Sie trägt eine Herrenweste zur gestreiften Anzughose, wackelt bei jedem Schritt kräftig mit dem Po und raucht schamlos Zigarette in der Nichtraucher-Zone. Die feine Dame als Dandy: Willkommen zum Event Prominent, Hamburgs größter und verrücktester Benefiz-Veranstaltung. Hier werden Grenzen überschritten, wenn bekannte Persönlichkeiten ihre bislang unbekannten Model-Talente unter Beweis stellen.

Am vierundzwanzigsten Oktober fand die Prominenten-Modenschau vor über fünfhundert Zuschauern bereits zum elften Mal statt. Sehr zur Freude der Initiatorin Nane Mundt und des Organisators sowie Regisseurs, Mega-Chef Ted Linow. Seit der Premiere 1999 sind durch die Veranstaltung bereits an die 900.000 Euro für den guten Zweck zusammengekommen. Die Erlöse gehen zur einen Hälfte an das Hospiz Hamburg Leuchtfeuer und zur anderen an den Verein Dunkelziffer, der gegen Kindesmissbrauch kämpft und Missbrauchsopfern Schutz und Hilfe bietet: „Es ist wichtig, dort zu helfen, wo Hilfe dringend notwendig ist“, sagen Ted Linow und Nane Mundt. „Soziales Engagement ist für uns eine große Freude! Und wir sind jedesmal überrascht, wie toll die Prominenten auf dem Laufsteg sind.“ Früher war die Veranstaltung ein Geheimtipp. „Aber inzwischen platzen wir aus allen Nähten und müssen in den größten Ballsaal der Stadt gehen.“ Als Regisseur, Choreograph und Mitorganisator ist Ted Linow seit Wochen mit der Bühnenshow befasst und Nane Mundt/Initiatorin: „Theater! Theater!“ Nun ist endlich klar, warum dieser Ohrwurm zuletzt so oft aus seinem Büro schallte – für den guten Zweck also… Na, dann!

Vonwegen: „Ich bin ein Star! Holt mich hier raus!“ Dschungelcamp-Sieger Ross Antony scheint die Aufmerksamkeit als Model zu genießen: Händchen haltend mit Ulla Kock am Brink, tänzelt er über den Laufsteg. Sabrina Staubitz gibt im knallengen schwarzen Leder-Mini eine tolle Figur ab, ähnlich wie Mirja du Mont, die als Ex-Playmate des Monats und Mutter zweier Kinder an ihre früheren Model-Erfolge mühelos anknüpft. Regina Halmich, stark wie im Boxring, schnappt sich das Mikrofon, um endlich mal klarzustellen, dass sie und Dagmar Berghoff „wie Schwestern“ aussehen. Die wiederum ruft Jan Hofer im Publikum zu: „Nächstes Jahr will ich Dich hier oben sehen! Ich liebe es, als Model über den Laufsteg zu gehen. Ich bin ein Bühnenkind!“ Kim Fisher, die als Moderatorin durch die Veranstaltung führt, ernennt Dagmar Berghoff frühzeitig zum „Model des Abends.“ Mega-Model Marica Pellegrinelli nimmt’s gelassen hin; spätestens bei ihrem Unterwäsche-Auftritt wird es ja ohnehin jeder sehen: Ihr, der Freundin von Eros Ramazotti, kann hier niemand so leicht die Schau stehlen!

Es ist ein schöner Zufall, dass Hamburg Leuchtfeuer und Dunkelziffer, zugunsten derer das Event Prominent stattfindet, die Assoziationen Licht und Schatten im Namen tragen. Denn die Wohltätigkeitsveranstaltung lebt von ihren Kontrasten. Wo sonst sieht man so unterschiedliche Charaktere, wie Til Schweiger und Vicky Leandros, Cora Schumacher und Detlev Buck oder Tim Mälzer und Jette Joop gemeinsam auf der Bühne? Und auch stille Stars treten hier ins Rampenlicht, so wie Professor Dr. Dr. Hermann Reichenspurner, der als ärztlicher Leiter des Hamburger Herzzentrums täglich Leben rettet. Oder Ralf Meyer vom Hamburger Kriminalamt. – Ob er den modelnden Schauspieler Kai Maertens in seine Verbrecher-Kartei aufnehmen wird? Der gibt nämlich den Bösewicht und schleicht mit hochgezogenem Kragen und finsterer Miene über den Laufsteg, so lange, bis alle lachen, das Publikum und er selbst: „Die Veranstaltung drückt große Lebensfreude aus“, sagt Josef Reppenhorst, der seit siebzehn Jahren für Hamburg Leuchtfeuer arbeitet, „und passt gerade deshalb gut zu unserem Haus. Denn im Hospiz wird ja nicht bloß gestorben, wie die Leute immer denken. Im Gegenteil: Die Menschen leben noch, und wir helfen ihnen dabei, die verbleibende Zeit positiv zu gestalten. Schönheit spielt dabei eine große Rolle. Wir geben den Abschiednehmenden viel Raum für ihre individuellen Bedürfnisse und begleiten sie genau so, wie sie es sich wünschen.“

Zwischen den Präsentationen der Mode von Baldessarini, Conley’s, Gianfranco Ferré (vom Modehaus Hoffmann zur Verfügung gestellt), Herrn von Eden, Lascana, Michael Michalsky und Susanne Wiebe treten Mimi,

Francisca Urio und Marie Biermann auf. Mit ihren Songs bringen sie ganz unterschiedliche Stimmungen  zum Ausdruck – Liebe und Melancholie (Mimi), Stärke und Unabhängigkeit (Francisca Urio) sowie Leichtsinn und einen Hauch Verruchtheit (Marie Biermann.) Das passt gut zur Vielseitigkeit des Abends, für den das Schmuckhaus Wempe extra einen „Glücksling“ entworfen hat, ein niedliches Schweinchen aus Silber, das es ab sofort bei Wempe zu kaufen gibt – für den guten Zweck, versteht sich.

Den Glücksling erhalten Sie bei WEMPE am Jungfernstieg 8 in Hamburg oder online unter

http://leuchtfeuerladen.de/

Die Erlöse aus dem Verkauf kommen Dunkelziffer und Hamburg Leuchtfeuer zugute.

Zum Abschluss tanzt noch einmal das MDR Deutsche Fernsehballett:  „I will survive!“ hallt durch den Saal. Kim Fisher holt nach Nane Mundt auch Ted Linow auf die Bühne und gratuliert ihm dazu, den Streß der Proben überlebt zu haben. Wer die beiden kennt, ahnt es schon: Die ersten elf Jahre waren erst der Anfang! Das Event Prominent „will survive“! Darauf einen Champagner. Im Ballsaal beginnt die große Party. Das Grand Elysée-Hotel spendiert jede Menge Köstlichkeiten, und auch, wer kein bisschen prominent ist, darf später auf den Tischen tanzen!

Event Prominent, Nane Mundt und Ted Linow danken den diesjährigen Models Ross Antony, Marc Bator, Volkan Baydar, Dagmar Berghoff, Bodo Bergmann, Petra van Bremen, Regina Halmich, Eveline Hall, Horst Janson, Heike Kloss, Ulla Kock am Brink, Dirk Kowalke, Susanne Kowalke, Janine Kunze, Sonja Lahnstein-Kandel, Moritz Lindbergh, Kai Maertens, Annabelle Mandeng, Ralf Meyer, Mirja du Mont, Frank Otto, Marica Pellegrinelli, Dr. Gabriel Pohl, Hubertus Regout, Prof. Dr. Dr. Hermann Reichenspurner, Angela Roy, Prof. Dr. Peter Scheidel, Inka Schneider, Zodwa Selele, Sabrina Staubitz, Isabelle Vértes-Schütter, Stefanie Volkmer-Otto, Janine White und den Mega-Models, die Lascana präsentiert haben. Der Moderatorin Kim Fisher. Den Sängerinnen Francisa Urio, Marie Biermann und Mimi. Dem MDR Deutschen Fernsehballett, insbesondere Darina Dimitrov und Jana Torneva. Sowie den vielen Sponsoren, freiwilligen Helfern und dem großartigen Publikum!

Filmausschnitte “Event Prominent”



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Kitty King comments: Hilfsaktion für die Kinder in Äthiopien!

Donnerstag, 28. Oktober 2010 13:55

Hartje Andresen und die Mega Model Agency engagieren sich in Afrika

Cover, Kampagnen, Editorials: Hartje Andresen zählt zu den erfolgreichsten Mega-Models. Sie könnte sich ausruhen auf ihren Lorbeeren und Urlaub machen, wenn sie mal nicht arbeitet. Aber Müßiggang liegt ihr nicht. Seit 2006 engagiert sie sich – mit Unterstützung durch die Mega Model Agency – für die Organization for Social Services for Aids (OSSA). Im Sommer hat sie in Äthiopien gemeinsam mit ihrem Freund an einer Schule hilfsbedürftige Waisenkinder unterrichtet. Bei der Anreise musste sie sich erstmal an das Abenteuer Lehrerin statt Model gewöhnen. Hier ein Auszug aus ihrem Tagebuch:

„Richtig bewusst wird mir erst, worauf ich mich eingelassen habe, als ich am Morgen nach unserer Ankunft in Addis Abeba um 6 Uhr in einen überfüllten Bus steige. Meine Sitzbank ist nass, wir sitzen eingequetscht in der hintersten Ecke des Busses. Harte Sitzbänke, wir  wickeln Jacken und Decken um unsere Knie, die bei jeder Kurve und jedem Schlagloch gegen harte Metallkanten gedrückt werden. Aus den Lautsprechern plärrt äthiopische Musik, die sich anhört wie eine rückwärts abgespielte Platte. Nach 9 Stunden sind wir endlich in Nekempte, einer kleinen Stadt, die ca. 350 km von Addis Abeba entfernt liegt. Meine Beine und mein Po sind eingeschlafen. „Hast Du es gut“, sagt mein Freund, „dann spürst Du wenigstens den Schmerz nicht.“ Wir vergleichen unsere blauen Flecken und Schrammen. Ich fühle mich, als wäre ich von einem Bus überfahren worden, statt mit dem Bus gefahren zu sein.“

 Hartje Andresen: Afrika-Tagebuch 2010

          (weitere Auszüge demnächst in der Maxi)

 

Inzwischen sind die Schrammen zum Glück verheilt, Hartje Andresen ist am letzten Wochenende nach New York geflogen. Nach ihrer Ankunft sprach ich mit ihr über ihre Arbeit für die Hilfsorganisation OSSA. 

K.K.: Was ist die OSSA für eine Organisation?

Hartje Andresen: Mittlerweile die wohl größte Hilfsorganisation Äthiopiens im Kampf gegen Aids. Sie wurde vor 15 Jahren von Äthiopiern gegründet und versucht, die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten zu verbessern, die Menschen aufzuklären und möglichst vielen Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen. Viele Kinder wachsen aufgrund der Seuche Aids ohne ihre Eltern auf. Auch sie müssen eine Chance haben! Die Organisation baut Schulen und vermittelt Patenschaften an Menschen wie uns, denen es gut geht hier in Europa. Ein Patenkind erhält pro Monat 22 Euro; die OSSA-Mitarbeiter achten darauf, dass das Geld das Patenkind auch wirklich erreicht. Sie führen Buch darüber, wohin der Betrag fließt. Es sind immer nützliche Dinge: Nahrungsmittel, Medikamente, Schuhe, Kleidung, Schulsachen… Die Paten werden informiert, und die Kinder schreiben ihnen regelmäßig Briefe, so dass richtige Freundschaften und Bindungen entstehen können.

Fotos von Hartje Andresen.

 

Hast Du ein Patenkind?

Ich nicht, aber mein Freund. Als wir in Afrika waren, haben wir das Mädchen kennengelernt, es heißt Biftu. Es ist sehr bewegend zu sehen, welche Rolle die Paten im Leben des Kindes spielen. Biftu ist anderthalb Stunden zu Fuß gegangen, nur um meinen Freund und mich zu sich nach Hause einzuladen. Als wir sie dann besuchten, haben wir gesehen, wie fest wir im Bewusstsein der Familie verankert sind: Überall an den Wänden Bilder von uns und unsere Briefe! Es gab Eier und Baguette für uns, eigentlich viel zu teuer für die Familie, aber sie wollte uns nur das Beste servieren. Wir haben Biftu eine Federmappe geschenkt. Sie hat sich riesig gefreut; sie möchte später mal Ärztin werden. So etwas zu hören, ist natürlich schön. Dann weiß man, dass die Arbeit der OSSA erfolgreich ist. Biftus Vater ist tot, die Mutter hat Aids. Das Mädchen finanziert mit seinem Geld als Patenkind jetzt schon das Leben seiner Mutter und Geschwister.

 

Wie kommst Du als Model dazu, die OSSA zu unterstützen?

Durch meine Familie. Mein Vater war vor einigen Jahren als Arzt in Äthiopien. Seine Berichte haben mich sehr bewegt. Durch ihn habe ich Mitarbeiter der Diakonie in Rothenburg an der Wümme kennengelernt. Sie unterstützen die OSSA-Büros in Nekemte und Jimma in Äthiopien. Spontan habe ich beschlossen mitzuarbeiten und mir Hilfsprojekte ausgedacht. Oft habe ich kleine Ideen, die Mega aufgreift. Dann werden größere Projekte daraus…

 

Wie sieht Eure Zusammenarbeit aus?

Die Agentur hilft mir regelmäßig bei Spendenaktionen. Wir lassen uns originelle Dinge einfallen: Mal basteln wir mit Kindern Engel und verkaufen sie für den guten Zweck. Mal bitten wir die Rolling Stones oder Uschi Obermaier um Unterstützung.

 

Das sind große Namen: Sind Prominente besonders hilfsbereit? 

Sie können es sich leisten zu helfen. Und die meisten Menschen helfen ja gern. Besonders dann, wenn sie sich persönlich einbringen können. Vor zwei Jahren haben uns die Stones signierte T-Shirts, und Uschi Obermaier hat uns eines ihrer schönsten Kleider geschenkt. Wir hatten damals eine Versteigerung von persönlichen Gegenständen prominenter Persönlichkeiten bei e-Bay laufen, um Geld für die OSSA zu sammeln. Tolle Sachen waren dabei: eine Handtasche von Uma Thurman, ein Hemd von Gunter Sachs, ein Kleid von Cindy Crawford, eine Lederjacke von den Scorpions, Boxhandschuhe von Arthur Abraham, ein Schlafanzug von Verona Pooth… und so weiter. Bevor all die schönen Dinge versteigert wurden, haben wir sie in dem Club Moondoo auf dem Hamburger Kiez in einer Modenschau vorgeführt. Uschi Obermaier, Tatjana Patitz, Mimi und andere bekannte Persönlichkeiten waren zu Gast, die Band Stanfour spielte, und Christina Kruse sowie andere Mega-Models verliehen den Lieblingsstücken der Prominenten auf dem Laufsteg noch eine Extraportion Glamour. Die Party war ein großer Spaß, bei dem eine Menge Geld für die OSSA zusammenkam.

 

Wenn ich ebenfalls helfen möchte: Was kann ich tun?

Ganz einfach: Dir ein Patenkind suchen! Außerdem verkaufe ich in diesem Jahr schöne T-Shirts für den guten Zweck. Sie sind aus hochwertiger Baumwolle und haben bunte Motive. Mega und die Zeitschrift Maxi unterstützen die Aktion. Während ich als Lehrerin in Äthiopien gearbeitet habe, in der Sommerpause im August, kam mir plötzlich die Idee, mit den Kindern T-Shirts zu bemalen. Sie hatten zum größten Teil erstmals einen Farbkasten in der Hand und haben dann mit Farben und Pinseln experimentiert. Mit ganz unterschiedlichen Ergebnissen: Es waren fröhliche, doch auch traurige Motive dabei. Ein Kind, das durch Aids seine Familie bis auf den Großvater verloren hat, malte den afrikanischen Kontinent, verziert mit der roten Aids-Schleife, und schrieb in großen Buchstaben die Frage Why? daneben. Als ich das sah, konnte ich nicht mehr; mir kamen die Tränen, und ich musste den Raum verlassen…

 

Wie ist es Dir als Lehrerin ergangen?

In den ersten Tagen war ich aufgeregt, wie immer, wenn ich vor großen Gruppen spreche.  Aber schon nach kurzer Zeit überwog die Freude an der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen. Zum Glück war mein Freund bei mir; wir haben uns gegenseitig Kraft gegeben und, genau wie die Schüler, täglich Neues hinzugelernt. Die Afrikaner haben mir gesagt, dass ich eine gute Lehrerin sei. Aber jetzt freue ich mich auch wieder darauf, als Model zu arbeiten. 

 

Welche Eindrücke haben Dich besonders geprägt?

Jeder Tag war ein besonderes Erlebnis! Den Menschen in Äthiopien geht es nicht gut, materiell gesehen und leider auch gesundheitlich, aber dennoch strahlen sie große Wärme und  Lebensfreude aus. Ich habe mich jeden Tag auf meine Schüler gefreut. Alle waren eifrig bei der Sache, stets bereit zu lernen, ganz anders, als man es von Schülern in Deutschland kennt. Ja, wirklich: Jeder Tag, jedes Gespräch und jedes Kind haben bei mir bleibende Eindrücke hinterlassen.

Aber als Model musst Du dann und wann doch gedacht haben: Was mache ich hier eigentlich? Im Schatten von Lehmhütten statt im Glanz eines Magazins!

Solche Gedanken hatte ich gar nicht. Im Gegenteil; es hat mir gefallen, als die ehrenamtliche Englischlehrerin der Stadt auf der Straße erkannt zu werden. Auch mit dem äthiopischen Lebensstil haben mein Freund und ich uns rasch abgefunden: Flöhe im Bett, modriger Geruch, Gesang aus der Moschee um 4 Uhr morgens oder Hotelpersonal, das unser verstopftes Abflussrohr am Waschbecken kurzerhand abmontierte, so dass wir fortan beim Händewaschen nasse Füße bekamen. An solche Dinge gewöhnt man sich schnell… Am Ende war ich traurig, als ich wieder abreisen musste. Mein Freund ist etwas länger geblieben, er studiert noch;  aber ich habe ja auch noch einen Hauptberuf!

Richtig; und jetzt bist Du als Model in New York!

Heute schon, aber morgen fliege ich für eine Buchung nach Los Angeles.

Du wechselst ja ständig die Zeitzonen. Kannst Du überhaupt noch schlafen?

Klar, das geht schon, im Flugzeug zum Beispiel. Da sind die Sitze ja zum Glück um einiges bequemer als in afrikanischen Bussen!

 

Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute weiterhin!

 

Mehr Informationen (auch zu Patenschaften) unter: www.ossa-info.de

 

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Kitty King comments: Ein bisschen Diplomatie schadet nie!

Freitag, 15. Oktober 2010 14:36

Die Mega Model Agency im Roten Rathaus von Berlin

 

Das Rote Rathaus, mal anders: Gegen 18 Uhr füllt sich der Festsaal. Neugierig mustert die Ehefrau des Botschafters von Brunei die anderen Gäste: Was die wohl anhaben? Auf ihrer Einladungskarte hat sie gelesen, dass der Dresscode des Abends „cocktail dress“ lautet. „Aber ich wusste nicht, was das ist“, sagt sie. Sie trägt ein grün-gelbes Gewand mit Kopftuch, ein fröhliches Outfit, passend zu ihrem freundlichen Naturell.

 

Cocktail Dresses: Brunei, rechts. Und Thailand, links.

 

Am vergangenen Freitag versammelte sich der Club „Willkommen in Berlin“ der Berliner Diplomaten im Großen Festsaal des historischen Gebäudes, um die Mode von Michael Michalsky kennenzulernen, in einer Modenschau, die Mega-Chef Ted Linow choreographierte. Mit dabei: Christina Kruse, Teresa Lourenco und andere Mega-Models. Alle Beteiligten arbeiteten unendgeldlich, aus Freude an der Mode und der diplomatischen Sache. Da soll noch einmal jemand sagen, die Modewelt sei politisch desinteressiert…

Weltkarte im Roten Rathaus

Erst zum zweiten Mal öffnet der Berliner Senat das Ratsgebäude für eine Modenschau. Der Laufsteg führt durch die Mitte des Großen Festsaals, dort entlang, wo ansonsten Senatsbeamte tagen oder Empfänge abhalten: „Der Raum ist in ein besonderes Licht getaucht“, sagt der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit in seiner Begrüßungsansprache. „Es herrscht eine prickelnde, kreative Atmosphäre.“ Einige Gäste tragen Kleider in leuchtenden Farben, Saris, Kaftane, paillettenbestickt, sicherlich handgefertigt und äußerst wertvoll. Der Stolz ganzer Nationen scheint in diesen prächtigen Kostümen zum Ausdruck zu kommen. Die Landestracht von Mme Fatoumata Siré Diakite aus Mali sticht besonders hervor. – Keine Frage, die Modenschau findet auch in den Zuschauerreihen vor der Bühne statt…

Mode aus Mali

Sierra Leone

Backstage laufen die Vorbereitungen schon seit 14 Uhr. Die Haare der Mädchen werden am Hinterkopf seitlich geknotet und die Lippen korallenrot geschminkt. Nach den Fittings ruft Ted Linow zur Probe. Michalsky, den Diplomaten zuliebe mit Samt-Pantoffeln statt Turnschuhen an den Füßen, legt den ersten Takt der Schau fest. „Die Musik läuft“, sagt er, „und wenn die olle Madonna anfängt zu singen, kommt La Kruse auf die Bühne.“ – Die olle Madonna? Der Superstar? Wenn der U.S.-Botschafter das gehört hätte…

Christina Kruse hat auch bei der Modewoche im Januar seine Schau eröffnet. Michalsky freut sich immer, wenn sie Zeit hat, um für ihn zu laufen. Sie besucht in diesen Tagen eine Freundin in Berlin und arbeitet schon wieder an einem neuen Kurzfilm, nachdem „Contours“ auf der Modewoche in New York erfolgreich gelaufen ist. Mit  Teresa Lourenco unterhält sie sich über das Leben als Mutter. Erst vor drei Monaten hat Teresa ihre Tochter Zaria bekommen und ist schon wieder so dünn wie zuvor. Sie kann es kaum erwarten, wieder bei ihrem Baby zu sein: „Jeder Tag mit Zaria ist ein besonderer Tag!“ Teresa wirkt so glücklich; sie überstrahlt an diesem Tag alle! 

Caroline Schrödl genießt die Ruhe im Make-Up-Raum. Sie ist aus München angereist, zusammen mit Bianca Rothärmel; leider sind die beiden in den falschen Zug gestiegen. Das ergab einige Probleme; bei der Pediküre können sie jetzt schön relaxen!

Hannah Kern kommt gerade aus London und muss schnell wieder dorthin zurück, um zu arbeiten. Hanne Brüning, die zuletzt u.a. für Wunderkind und Kenzo in Paris gelaufen ist, zählt nach, dass dies ihre siebzehnte Modenschau innerhalb von sechs Wochen sei. Zum ersten Mal in einer Modenschau dabei ist Isabelle Zöller. Sie ist erst fünfzehn und wurde schon mit elf Jahren von einem Scout in New York entdeckt. „Damals haben wir uns dagegen entschieden“, sagt ihre Mutter, „sie war noch zu jung, aber jetzt schauen wir mal, wie es läuft.“ Isabelle ist aufgeregt, aber, wie ihr perfekter Auftritt später zeigen wird, ganz und gar ohne Grund!

Ted Linow freut sich darüber, „in der Schau junge und reifere Models zusammenzubringen.“ Alterspräsidentin Eveline Hall ist schon 65 Jahre alt, aber  gerade erst von Ellen von Unwerth entdeckt worden. Sie hat als Solotänzerin an der Hamburger Staatsoper, Schauspielerin am Thalia Theater und bei Siegfried und Roy in Las Vegas Karriere gemacht, als die meisten ihrer Kolleginnen noch lange nicht geboren waren. Sie trainiert immer noch täglich und arbeitet als Model und Chanson-Sängerin in Deutschland, Frankreich und den USA.

In der Schau läuft sie in einem weißen Fledermaus-Anzug gleich nach Christina Kruse, die in einem silbern glänzenden Overall eröffnet. Michalsky zeigt ausgewählte Stücke seiner aktuellen Winter- und Sommer-Kollektionen, besonders viel Abendmode; die Diplomaten-Gattinnen sollen sich ja ordentlich amüsieren und ausgehen in Berlin! Ein besonders glamouröses Kleid ist mit rund 6000 goldenen Pailletten bestickt: „In Zukunft soll Berlin nicht mehr arm und sexy sein“, sagt der Modeschöpfer in seiner kurzen Dankesrede, „wir wollen mit der Mode auch Wohlstand in die Hauptstadt bringen.“

Ob die Diplomaten-Gattinnen kaufkräftig Berliner Designer unterstützen werden, bleibt allerdings abzuwarten. Malika Lamrabet aus Marokko und Dr. Farrah Khilji aus Pakistan finden, dass die kürzeren Kleider doch sehr gewagt seien. Die Damen aus Ungarn, Schweden, Slowenien, Serbien, Italien und Holland (auf dem Foto von links nach rechts) sind voll des Lobes für die gesehene Mode, die „wunderschönen Models“ und Sängerin Mimi, die zum Ausklang des Abends ein Konzert gibt, vielleicht, um zu sehen, wie ihre Musik bei älteren Herrschaften ankommt. Offenbar sehr gut. Nicht nur die Dame aus Brunei hört andächtig zu, mit einem Cocktail in der Hand. Jetzt fehlt nur noch das passende Kleidungsstück!

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Kitty King comments: Hanne im Glück!

Freitag, 24. September 2010 10:58

Hanne Brüning bei der New York Fashion Week

Wenn Mega-Model Hanne Brüning morgens aufsteht, schaut sie am liebsten erstmal ins Facebook und chattet ein bisschen mit ihren Freunden – egal, wo sie gerade ist, im Urlaub in Südfrankreich (im August), in New York  oder in London. Da sie soviel unterwegs ist, wird ihr Koffer allmählich immer bunter. Denn in jeder Stadt kauft sie einen Aufkleber und klebt ihn auf ihren knallblauen Samsonite: „Damit ich ihn am Flughafen schneller wiederfinde“, sagt sie. Ihre neueste Anschaffung ist ein Aufkleber mit der Aufschrift I love New York. Sie ist zum ersten Mal in New York gewesen, die Stadt hat ihr sehr gut gefallen, und die Fashion Week ist prima gelaufen für sie. Jetzt ist sie gespannt, was sie bei der Londoner Modewoche erwartet… – Wahrscheinlich eine Menge Arbeit, nachdem eine der wichtigsten englischen Modezeitschriften sie gerade als „Top New Face“ fotografieren ließ. „Ich war noch bei keinem Casting in London, bin aber schon für ein paar Schauen gebucht“, erzählt sie. „Verrückt!“

Überrascht ist außer ihr wohl niemand über ihren Erfolg. Denn Hanne hat das berühmte gewisse Etwas, das ein Model braucht, um es ganz nach vorne zu schaffen:  Gleich nach dem Abitur im Frühjahr, als sie endlich frei war für das Modelbusiness, wurde sie von Mega nach Paris vermittelt und von Karl Lagerfeld für die Haute Couture-Schau von Chanel gebucht. Bei der Berliner Modewoche im Juli lief sie u.a. für Michalsky und Rena Lange über den Laufsteg. Seit einem halben Jahr erscheinen immer neue, immer schönere Fotos von ihr in angesagten Magazinen. – Doch dann das: Anfang September, als Models aus aller Welt bereits nach New York flogen, um an den Castings für die Fashion Week teilzunehmen, lag Hanne in ihrer Heimatstadt nahe Münster mit Fieber im Bett. Ihre erste Teilnahme an der New Yorker Modewoche stand tagelang auf der Kippe. Erst in letzter Sekunde wurde sie gesund und konnte die Reise antreten. Ihre wichtigsten Auftritte in New York hatte sie in den Schauen von Thakoon und Tommy Hilfiger, der das fünfundzwanzigjährige Bestehen seiner Marke mit betont jungen Looks in fröhlichen Farben feierte und Hanne als all American girl über den Laufsteg schickte; das passte gut zu ihrer natürlichen Ausstrahlung.

Auf der After-Show-Party in der Metropolitan Opera spielten die Strokes, es gab Hamburger zu essen, und Jennifer Lopez schaute vorbei; ganz im Unterschied zu Hanne. Statt auf der Party nach berühmten Leuten Ausschau zu halten, ging sie lieber gemeinsam mit anderen Mega Models an einem ruhigen Ort essen. Auf Glitzerpartys legt sie keinen Wert. Ihren freien Tag in New York hat sie im Central Park verbracht – also dort, wo die Metropole New York ihrer Heimat Westfalen noch am ehesten ähnelt. Sie hat ein paar schöne Aufnahmen des Parks gemacht und sie über Facebook ihren Freunden in Deutschland gezeigt. Dann ist sie wieder losgezogen und hat Mitbringsel gekauft, ein rotes Yankees-Käppi für ihren Freund und ein T-Shirt mit der Aufschrift: I love New York. – Neue Stadt, neue Liebe? Da wird sich ihr Freund aber wundern… Hanne kann es kaum erwarten, ihn wiederzusehen. Doch vorher stehen noch zwei Modewochen an:  Mailand und Paris. Wenn es so weitergeht wie bisher, stehen ihr aufregende Wochen bevor, die sie hoffentlich genießen wird. Und wer weiß … Vielleicht wird sie sich in ein paar Jahren ähnlich äußern wie Tommy Hilfiger nach seiner Jubiläumsschau, als er der Presse sagte: „Am schönsten war es, als alles begann…“

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Kitty King comments: “Ich schreibe eigentlich immer…”

Mittwoch, 8. September 2010 17:08

Sängerin MiMi im Interview

 

Ihre erste Single „Don’t you mourn the sun“ wurde in den Soundtrack des neuen „Twilight“-Films aufgenommen. Nach diesem fulminanten Start hätte Mimi allen Grund abzuheben. Aber die Sängerin ist ein eher zurückhaltender Mensch, eine Künstlerin durch und durch, nachdenklich und sensibel. Als „Mega“-Model ist sie bekannt geworden; jetzt hat sie eine Platte aufgenommen. Sie singt von zärtlichen Gefühlen und dem Leben mit Anfang zwanzig, sie strahlt Wärme und Stärke aus. Zwischen Proben, Aufnahmen und Video-Dreh traf ich sie für ein Interview.

 

K.K.: Dein Song „Don’t you mourn the sun“ wurde in den Soundtrack des neuen „Twilight“-Films aufgenommen. Wie fühlt sich das an für Dich?

MiMi: Natürlich freue ich mich darüber. Aber man muss sich, wenn man Musik macht, von Anfang der Tatsache bewusst sein, dass es nicht um äußere Erfolge geht, sondern allein um die Musik.

Wie lange machst Du schon Musik?

Seit ich denken kann. Ich stamme aus einer Künstlerfamilie. Mein Vater ist Musiker, und meine Mutter ist ebenfalls Künstlerin. Sie hat eine fantastische Stimme und selbst mal in einer Band gespielt. Inzwischen arbeitet sie als freischaffende bildende Künstlerin und Fotografin. In dem künstlerischen Umfeld, in dem ich aufgewachsen bin, bei meiner Mutter im Osten von London, ist es normal, dass ein Kind irgendwann anfängt zu singen, Gitarre zu spielen oder gleich beides zu tun, so wie ich. 

 

Schreibst Du Deine Songs selber?

Ja, klar, das muss einfach sein. Teile von Melodien oder Songtexten schwirren mir im Kopf herum, und dann folge ich dieser inneren Stimme und schreibe alles auf. Mit der Produktion des Albums bin ich aber natürlich nicht allein beschäftigt. Mein Produzent Franz Plasa und meine Band unterstützen mich enorm, und ich bin ihnen sehr dankbar dafür. Zwischen Franz und mir hat von Anfang an die Chemie gestimmt: Wir harmonieren sehr gut, auch in der Zusammenarbeit mit der Band, so dass die Arbeit am Album sehr bereichernd für uns alle gewesen ist: Wir inspirieren uns gegenseitig!

 

Früher war Punkrock Deine Domäne. Die Stücke Deines neuen Albums sind gefühlvoll und allesamt sehr melodiös, zum Beispiel die Ballade „Without love“. Hat sich Deine Einstellung zum Leben verändert?

Natürlich entwickelt man sich immer weiter, besonders, wenn es um den kreativen Ausdruck geht. Mit dem Schreiben der Songs für das neue Album habe ich letztes Jahr in Kuba begonnen, in einem sehr ruhigen Moment meines Lebens. Ich hatte schon lange keinen Urlaub mehr genommen und bin dann mit einigen Freunden nach Kuba gereist. Es war herrlich, mal durchzuatmen, nichts tun zu müssen, einfach nur das Leben zu genießen. Ich konnte in mich hineinhorchen und meine Gefühle zu Songs weiterverarbeiten.

 

Was hat Dir an Kuba besonders gut gefallen?

Die Menschen und ihre Musik. In der Zeit, als ich in Havanna war, fand dort gerade das „Buena Vista Social Club“-Festival statt, überall auf den Straßen wurde musiziert und getanzt. Die Kubaner sind ein tolles Volk – so freundlich, so einladend. Wir waren schnell mittendrin im Geschehen des Festivals. Wir wohnten bei Privatleuten. Abends saß ich auf der Dachterrasse, und da kamen mir die Ideen zu den ersten Songs…

 

Das ist interessant: Schreibt man nicht eher dann, wenn es einem schlecht geht?

Ist das so? Ich weiß es nicht. Ich schreibe eigentlich immer. In einem Tagebuch halte ich fest, was ich sehe und was mich bewegt. Das können auch kleine Dinge sein, scheinbar banale Situationen.

 

Schreibst Du auch, wenn Du Liebeskummer hast?

Ja, klar, durch das Schreiben bringt man die Dinge auf Distanz, und aus dem Kummer entsteht dann etwas Neues. Das Resultat zu sehen, kann wie ein Befreiungsschlag wirken.  

Bist Du vor Live-Auftritten nervös?

Ja, sehr sogar, und das muss auch so sein. Das Adrenalin gibt mir Energie!

 

Vermisst Du die Arbeit als „Mega“-Model?

Ich pausiere ja nur. Meine Agentur unterstützt mich bei meiner Arbeit auch als Musikerin. „Mega“ hat mir meinen Plattenvertrag mit „Warner“ beschafft; wir freuen uns alle über den Erfolg. 


Deine Platte wurde in Hamburg aufgenommen. Fühlst Du Dich wohl an der Elbe?

Ja, sehr sogar: Hamburg ist eine schöne Stadt und hat alles zu bieten, was man braucht. Ich mag die Gegend am Hafen sehr gern, aber auch die Innenstadt, die Grünflächen, die überall sind, die frische Brise, die von der Elbe herüberweht. Dabei finde ich es eigentlich gar nicht so wichtig, in welcher Stadt ich wohne. Wichtig ist nur das menschliche Umfeld, und da fühle ich mich in Hamburg sehr gut aufgehoben: Ich habe ja jede Menge tolle Leute um mich herum – alte und neue Freunde, Franz, die Band… Außerdem wohnt mein Vater in der Stadt, und natürlich stehe ich in engem Kontakt zu meinen Bookern bei „Mega“.

Gehst Du gern aus?

Ich bin definitiv keine „Clubberin“, aber ich treffe mich gern mit Freunden und gehe auf Konzerte oder zu anderen schönen Abendveranstaltungen.

Und wo entspannst Du Dich tagsüber?

In England fahre ich gern auf’s Land. Als Kind war ich oft in Suffolk, wo meine Tante auf einer Farm lebt. Diese Zeit hat mich geprägt – Felder, Wiesen, Blumen, Tiere, viel Bewegung und Freiheit: Ich liebe das Land!

Darf ich Dir, auch wenn Du seinen Namen nicht zu Publicity-Zwecken verwenden möchtest, dennoch eine Frage zu Deinem berühmten Vater stellen, Marius Müller-Westernhagen?

Ja… 

Welches Lied von ihm magst Du am liebsten?

Den Song „Engel“…

Der Titel passt ja auch sehr gut zu Dir!

 

Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg; und herzlichen Dank für das Interview!

 

 

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