Kitty King Comments – Jil Sanders neue Nachbarin: Katharina Reddig mit ihrer Modeboutique „QUAY for Wo/men“
Montag, 19. November 2012 18:31
Jil Sanders neue Nachbarin:
Katharina Reddig mit ihrer Modeboutique „QUAY for Wo/men“
Manch eine Kleidungsverkäuferin wäre sicherlich gerne Model. Aber auch die umgekehrte Variante existiert: Katharina Reddig ist Mega-Model, erfolgreich, inklusive ELLE-Cover und Beauty-Kampagnen, und fand doch immer schon die Idee verlockend, in einem Laden zu stehen und schöne Dinge zu verkaufen. Im März diesen Jahres hat sie in Hamburg/Pöseldorf ihre eigene Modeboutique eröffnet, in der Milchstraße, gleich neben Jil Sanders Firmensitz, und damit an einer der allerersten Adressen für Mode in Deutschland. „QUAY for Wo/men“ heißt der Laden, der von der Zeitschrift „Prinz“ gerade zu einer der Hamburger „Top Locations 2013“ gekürt wurde. „Wir sind aber kein Hipster-Laden“, sagt Katharina, „sondern bieten klassisch-schöne Teile. Urbanen Schick mit Charakter. Nichts, was man überall kriegen kann.“
Sie kommt aus gutem Hause, aber das Geld für den Laden hat sie sich selbst erarbeitet: „Als Model baut man sich gewisse Ersparnisse auf. Damit konnte ich mir diesen Traum erfüllen, wofür ich Mega sehr dankbar bin.“ Doch auch für Fotojobs will sie weiterhin zur Verfügung stehen. „Dann muss Hilde für mich einspringen.“ Sie lacht. – Hilde ist ihr Baby-Dackel mit krummen Beinen, das Maskottchen des Ladens. „Aber mal im Ernst: Natürlich habe ich auch Mitarbeiter…“
Katharina stammt aus Lübeck und liebt den Hafen, besonders abends, wenn die Schiffe schon angelegt haben und die Stimmung ruhiger wird. Deshalb hat sie ihre Boutique auch „QUAY“ (engl. Kaimauer/Ufer) genannt und sich bei der Einrichtung für einen maritimen Look mit Elementen aus Holz und Stahl entschieden. Sie möchte ihrer Kundschaft „eine Anlegestelle“ bieten, einen schönen Ort, an dem sie den Alltag hinter sich lassen und zur Ruhe kommen können. Manchmal serviert sie sogar Kaffee und Kuchen. „Ich möchte, dass sich die Menschen wohlfühlen bei mir.“ Das scheint ihr zu gelingen. In der kurzen Zeit seit der Eröffnung hat sie schon viele Stammkunden gewonnen. „Sie spüren, dass ich ihnen nichts andrehen will, sondern sie ehrlich berate. Deshalb kommen sie wieder.“ Aber kann man als Model überhaupt ehrlich beraten? Was sagt sie, wenn mal eine dicke Frau vorbeischaut? „Dann freue ich mich. Bei korpulenteren Damen sitzt ein Oversize-Pullis schön tailliert. Das sieht richtig schick aus!“ Keine Frage, sie beherrscht ihre neue Rolle schon perfekt: Eine Taille zu erwähnen, wo womöglich gar keine ist – nicht schlecht!
Beim Einkauf für den Laden achtet sie darauf, dass „für jeden etwas dabei ist“ und unterschiedliche Preisklassen vertreten sind. „Eine tolle Strickjacke gibt es schon ab 99 Euro!“ Ein Schwerpunkt im Sortiment ist skandinavische Mode. Katharina bevorzugt klare Schnitte, schöne natürliche Stoffe (die sich gut anfühlen auf der Haut) und zeitlos-moderne Basics, die besondere Details aufweisen, ungewöhnliche Nahtführungen, Holz- statt Plastikknöpfe oder überraschende Farbeffekte, wie bei ihrem aktuellem Lieblingspulli, der im Grundton grau ist, aber neongelbe Ärmel hat. Typisch für ein Model, kombiniert sie – neuerdings auch an ihren Kunden – lässige Mode mit charmanten Hippie-Accessoires, wie den bunt bestickten Gürteln der peruanischen Firma Smitten: „Immer, wenn ich reise, suche ich nach kleinen Schätzen, mit denen ich meine Kunden überraschen kann. Sie sollen Dinge entdecken können, die einmalig sind.“ So wie die Reddig-Armbänder, schmale bunte Seidentücher mit eingeflochtenen Perlen und Glücksbringern, jedes ein Unikat, von Hand (und von Katharina selbst!) liebevoll angefertigt, so wie sie es von ihren Eltern gelernt hat, die in Lübeck eine Goldschmiede führen. Zu deren Kunden übrigens zählt neben der Stadt Lübeck auch der FC Barcelona. Sollte Messi (der Weltfußballer!) also demnächst mit einem der zauberhaften Reddig-Seidenarmbänder auf dem Platz erscheinen: Wundern Sie sich nicht!
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