Kitty King Comments – Pistolenschuss statt Versace-Shooting

Pistolenschuss statt Versace-Shooting

Mega-Model Philipp Schmidt in Brooklyn verletzt

Ein Traum schien in Erfüllung zu gehen, als Philipp Schmidt im November vergangenen Jahres erfuhr, dass er für die Versace-Kampagne gebucht worden sei. Doch dann geschah etwas Unglaubliches: Er wurde auf offener Straße angeschossen. Im Interview spricht er über den bisher gefährlichsten Tag seines Lebens.

Wie geht es Dir?

Mir geht es sehr gut. Ich kann wieder fast alles machen. Nur noch keinen Sport. Aber das wird bald auch wieder gehen.

Mal ehrlich: Wie kommt man in eine Schießerei in New York?

Das geht schneller, als man denkt. Ich war auf dem Weg zur U-Bahn in Brooklyn, morgens um zehn. Plötzlich hörte ich es hinter mir dreimal laut knallen. Ich drehte mich um. Etwa zehn Meter von mir entfernt schoss ein Mann mit einer Pistole um sich. Noch ehe ich weglaufen konnte, traf eine Kugel meinen Fuß. Sofort eilten Passanten herbei und riefen einen Krankenwagen. Ich spürte fast nichts. Ich hatte Glück im Unglück. Am Abend wurde ich mit Gipsfuß und Krücken schon wieder aus dem Hospital entlassen.

Wurde der Täter gefasst?

Leider nicht. Die Polizei zeigte mir nach ein paar Tagen einige Phantombilder, aber der Mann mit der Pistole war so schnell weggelaufen, dass ich ihn nicht identifizieren konnte. Dann wurde der Fall nicht weiterverfolgt.

Du hast einen tollen Job verpasst…

Ja, leider. Ich wäre noch am selben Tag nach Los Angeles geflogen, um für die Versace-Kampagne fotografiert zu werden. Zusammen mit Giselle Bündchen. Das wäre natürlich eine feine Sache gewesen… Ich habe im Krankenhaus darüber nachgedacht, wie ich den Job irgendwie durchziehen könnte, aber ich durfte mit dem kaputten Fuß nicht fliegen. Wir mussten also absagen. Zum Trost hat Mega mir ein großes Körbchen voller leckerer Sachen nach New York geschickt. Die Leute von Versace haben mir Blumen und eine Karte zukommen lassen, um mir gute Besserung zu wünschen. Und der Stylist der Versace-Kampagne, David Bradshaw, hat mich im Januar nach Paris geholt. Für eine sehr schöne Strecke in der Vogue. Ich glaube, es war die französische Vogue, aber die Geschichte ist noch nicht erschienen. Der Job hat besonders viel Spaß gemacht, auch wenn ich noch auf Krücken ging…

Hat sich Dein Lebensgefühl seit dem Zwischenfall verändert?

Nein, ich wache jetzt nicht jeden Morgen auf und denke: Ein Glück, dass ich noch lebe! Ich mache auch nicht – nach dem Motto: Man lebt nur einmal! – nur das, wozu ich Lust habe. Im Gegenteil: Alles ist wieder beim Alten. Ich arbeite als Model. Und habe nach meiner Rückkehr aus New York meine Bachelorarbeit geschrieben. Sie ist fast fertig. So hat alles seine gute Seite: Ich habe zwar ein Versace-Shooting verpasst, aber dafür anderes erreicht.

Vielen Dank für das Interview und weiterhin alles Gute!

Autor:
Datum: Montag, 12. März 2012 12:47
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Kitty King comments

Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Kommentare sind geschlossen,
aber Du kannst einen trackback auf Deiner Seite setzen.

Keine weiteren Kommentare möglich.