Kitty King Comments – “Twinle, twinkle, little star”

„Twinkle, twinkle, little star!“

Teresa und Zaria Lourenco in New York

 

Teresa Lourenco ist gerade aufgestanden. Sie sagt, sie sei müde, aber das sieht man ihr nicht an. Ihre Tochter Zaria hat innerhalb von einem Monat vier Zähne bekommen. Seitdem sind ein paar Stunden Schlaf am Stück schon Luxus für die Mutter. Es ist ein Spätsommermorgen in New York, Teresa filmt mit Skype den Blick hinein in die Häuserschluchten vor ihrer Wohnung im achten Stock. Das Luxusapartment liegt gleich neben der Wallstreet. Sie kann morgens die Börsianer und Banker sehen, wie sie hektisch ins Taxi steigen oder die Häuserblocks entlang eilen. Das wäre nichts für sie. Nicht jeden Tag. Seit Zaria auf der Welt ist, achtet sie auf möglichst viel Ruhe und Normalität für ihr Kind: Morgens nach dem Frühstück gehen die beiden zum Spielplatz und nachmittags wieder. Oder sie machen einen Ausflug in den Park, zum Schwimmunterricht oder in die Musikgruppe. Angst vor zuviel Routine hat Teresa nicht. Im Gegenteil: „Ich liebe es, Mami zu sein, und könnte Zaria den ganzen Tag lang nur abknutschen.“ Abends singt sie ihr Kinderlieder vor, zum Beispiel „twinkle, twinkle, little star, how I wonder who you are.“ Nachts stillt sie noch. Für die Müdigkeit am Morgen danach fühlt sie sich entschädigt, wenn Zaria schon beim Frühstück vor Freude quiekt und lacht. Auf der Straße bleiben die Leute stehen und machen den beiden Komplimente. Teresa ist dann jedes Mal ganz stolz – mehr noch, als wenn sie sich selbst auf einer Zeitschrift oder einem Kampagnenbild sieht.

 

Denn das ist die andere Teresa, das Model, derzeit unter anderem in Kampagnen von Ralph Lauren, Calida, Saks Fifth Avenue und Clairol zu sehen. Sie ging noch zur Schule, als John Galliano sie Ende der neunziger Jahre nach Paris holte und ihr zum Durchbruch verhalf. Ihre Mutter Vinnie, ihr Bruder und sie wohnten damals in Hamburg in einer kleinen Wohnung. Teresa verdiente plötzlich viel Geld. Sie tat daraufhin das, was nicht jeder Teenager tun würde: Sie unterstützte ihre Familie und sorgte dafür, dass ihre Mutter nicht mehr zu arbeiten braucht. Heute lebt Vinnie den Sommer über in Hamburg, im Winter reist sie in ihre alte Heimat Trinidad, wo sie sich ein Haus bauen konnte.

Für die Wohnung im Armani Casa hat Teresa sich entschieden, weil das Haus „so convenient“ sei, so praktisch. Die Wäsche wird gewaschen, eine Putzfrau kommt, es gibt ein Fitness-Studio im Haus, ein Spa, einen Kindergarten und sogar einen Raum zum Golfen. Auf dem Dach sind ein weiterer Pool und ein kleiner Garten. Wenn Teresa von der Dachterrasse herabblickt, denkt sie manchmal zurück an ihre Zeit als Einwandererkind in Deutschland. Zaria soll es einfacher haben.

Als „Hobby-Model“ ist die Kleine bereits sehr gefragt: Sie war gerade mal drei Wochen alt, als sie von Howard Schatz gemeinsam mit Teresa für den Kunstband “With Child” fotografiert wurde. Kurz danach trat Teresa mit ihr für das „D-Magazine“ vor die Kamera. Wenn sie zu Castings oder ins Studio muss, nimmt sie ihre Tochter manchmal mit. Wenn Zaria dann sowieso schon dabei ist und allen Anwesenden den Kopf verdreht, weil sie so niedlich anzusehen ist, kann sie auch gleich mit fotografiert werden. „Sie darf beim Arbeiten herumtollen, wie sie will. Ihr macht das Spaß“, sagt Teresa. Aber vor dem nächsten gemeinsamen Job ist ihr doch etwas mulmig zumute: Sie wird mit ihrem Baby und seinem Vater, dem Model  Anderson Noel, gemeinsam für Gant über den Laufsteg gehen. Doch was, wenn die Kleine schreit? Vielleicht wird Teresa ihr vor der Schau noch einmal dieses Lied vorsingen: „Twinkle, twinkle, little star!“ Besser ein schlafendes als ein schreiendes Baby auf dem Laufsteg, oder nicht? Wir drücken der „Fashion Family“ auf jeden Fall für ihren Auftritt die Daumen!

 

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Datum: Freitag, 9. September 2011 13:28
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