Elle Spain Sept. 2011 – Carmen Kass
Montag, 22. August 2011 0:24
Thema: Allgemein |
Freitag, 19. August 2011 13:48
„Man darf sich nicht zu ernst nehmen!“
Ted Linow und die Medien
Neulich wurde Ted Linow mal wieder von Medienleuten befragt. Wenn Journalisten rätselnd vor Modelthemen stehen, nimmt der Mega-Chef inzwischen ja eine ähnliche Rolle ein wie damals „der Ted“ in der Hitparade von Dieter Thomas Heck: Er sorgt für Klarheit und hat das letzte Wort. Zuletzt ging es mal wieder um diese berühmte Model-Castingshow im Fernsehen, von der Ted Linow aber nichts hält und über die er deshalb auch nicht gern spricht: „Es gibt Wichtigeres als Modelsendungen. Warum machen alle so ein Aufsehen darum? Und überhaupt: Es gibt Wichtigeres als Mode. Das muss man mal sagen dürfen.“ Und er setzt noch einen drauf: „Es ist zwar schön, dadurch sein Geld zu verdienen, dass man sich von morgens bis abends mit Schönheit befasst, aber man darf sich selbst nicht zu ernst nehmen dabei.“
Ted Linow weiß, wovon er spricht. Schließlich hat er innerhalb der letzten zwanzig Jahre, unterstützt durch sein Team, eine der größten deutschen Modelagenturen aufgebaut.
Früher war er jemand, der auch mal abhebt – als Rollkunstläufer, dem seine gewagten Sprünge einen der vorderen Plätze beim Europa-Cup einbrachten. Heute ist er bodenständiger. Wenn es zu stressig wird in der Agentur, nimmt er seine beiden Hunde an die Leine, eine alte Boxerhündin und einen jungen Pudel, und geht mit ihnen spazieren. Wenn dann plötzlich „Der Spiegel“ anruft, so wie zuletzt vor einigen Tagen, darf der Redakteur sich über Sätze wundern, wie: „Langsam werden die jungen Leute schlau und wollen nicht mehr ins Fernsehen. Modelkarrieren entstehen woanders.“ Oder: „Schreibt doch mal über etwas anderes!“
Eine ganz typische Situation, ungewöhnlich nur für den Journalisten. Doch jeder, der ihn bereits kennt, weiß: Ted Linow nimmt am liebsten kein Blatt vor den Mund. Wenn Redakteure von Boulevardmagazinen sich bei ihm melden, um mal wieder nach dem Modelpotenzial irgendeiner C-Prominenten zu fragen, lästert er bedenkenlos über aufgespritzte „Schlauchbootlippen“ („Das ist doch nicht schön!“) oder allzu glatt gezogene Gesichter und stellt nüchtern fest: „So sieht doch kein Model aus! Die Dame sollte besser einen Fußballer heiraten. Sie soll bitte nicht zu mir in die Agentur kommen.“ Seine Kommentare sind ehrlich und dabei stets mit einem ironischen Augenzwinkern versehen. Kein Wunder, dass die Medien immer wieder auf ihn zukommen.
Was die Leute über ihn denken oder schreiben, ist ihm nicht so wichtig. Ihm geht es eigentlich immer nur um „seine“ Models und um die Möglichkeit, jungen Menschen einen optimalen Start ins Erwachsenenleben zu geben.
Auch geht es ihm um sein Charity-Projekt („Event Prominent“), das er stetig vorantreibt, ohne sich damit in den Medien besonders hervorzutun. In den vergangenen zehn Jahren hat er gemeinsam mit Nane Mundt von der Projektagentur „Leopard“ für das Hamburger Hospiz „Leuchtfeuer“ und den Verein „Dunkelziffer“, der sich um die Opfer von Kindermisshandlungen kümmert, eine beträchtliche Summe Geld gesammelt. „Wir sind alle privilegiert“, sagt er, „uns geht es gut. Man muss auch an andere denken.“ Der ehemalige Leistungssportler hält deshalb auch mal jahrelang an einem Model fest, das nur schwer zu vermitteln ist, bis irgendwann der Durchbruch gelingt. Dann ist die Freude natürlich groß. – Aber wehe, wenn der junge Mensch dann abhebt; wenn er beispielsweise eine Mail mit dem Wortlaut „Can I have more money?“ schickt, obwohl das angebotene Tagesgehalt ein monatliches Durchschnittseinkommen weit übersteigt. Dann muss Ted Linow schlucken, nimmt seine beiden Hunde an die Leine und macht einen Spaziergang. Manchmal denkt er in solchen Augenblicken an die Zeit zurück, in der er selbst als Model arbeitete, für geringere Honorare als heutzutage. Er findet die Honorare hoch, will daran aber auch nichts ändern. „Davon leben wir schließlich.“ 20 Jahre Mega Model Agency – eine Erfolgsgeschichte. Die Branche hat sich verändert, aber Ted Linow ist sich treu geblieben.
Thema: Kitty King comments |
Donnerstag, 11. August 2011 8:56
Thema: Allgemein |
Mittwoch, 10. August 2011 20:44
Model: Natasha Poly
Fotograf: Hedi Slimane
Styling: Sarah Richardson
Hair: Jimmy Paul
Make-Up: Wendy Rowe
Thema: Allgemein |
Dienstag, 9. August 2011 9:32
Model: Karmen Pedaru
Fotograf: Fabien Baron
Fashion Editor/Stylist: Marie-Amelie Sauve
Make-Up: Aaron de Mey
Hair Stylist: Eugene Souleiman
Thema: Allgemein |