FAZ – “Wir wollen echte Frauen”
Dienstag, 14. Juni 2011 12:10
Thema: Allgemein |
Mittwoch, 8. Juni 2011 17:25
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Freitag, 3. Juni 2011 10:48
32.000 Euro gewonnen
Da soll noch einmal jemand sagen, Models hätten nur Klamotten und Partys im Kopf. Mega-Model Nicole Wronski beschäftigen ernsthafte Dinge: Mit gerade mal zwölf Jahren sagte sie in einem Fernsehquiz, dass ihr „Spezialgebiet der menschliche Körper“ sei. Damals nahm sie an der Sendung „Deutschlands schlauste Kinder“ teil und besuchte neben der Schule bereits Schüler-Veranstaltungen an der Hamburger Uni. Am vergangenen Montag trat sie wieder im Fernsehen auf, diesmal bei „Wer wird Millionär“, wo „Deutschlands schlaue Erwachsene“ ordentlich ihr Vermögen aufstocken können. Als Model wusste sie natürlich, dass Geld auf dem Konto nicht etwa „welkt“, sondern „eingeht“. Sie überwand schwierige Tierfragen nach den Guano Apes und dem Seeleoparden. Sie wusste, obwohl sie die Sportschau „furchtbar“ findet, dass Fritz von Thurn und Taxis ein Fußballmoderator ist. Sie wusste auch, dass Michel aus Lönneberga von Astrid Lindgren ist oder dass der Regisseur von „Forrest Gump“ auch bei „Zurück in die Zukunft“ Regie geführt hat. Nur die Namen Breschnev, Chruschtschow, Ulbricht und Honecker sagten ihr nichts. Ihr Spezialgebiet ist eben der lebendige menschliche Körper, während diese Personen – das verriet ihr Günther Jauch – allesamt „mausetot“ seien. Dennoch sei „ein Mensch“ mit einem der vier Namen vor kurzem mit Raùl Castro gesehen worden: „Welcher?“ „War das ein Papp-Aufsteller?“, fragte Nicole Wronski. „Ich glaube, sie hat keine Ahnung. Sie ist doch jung und kann arbeiten gehen“, schickte ein Redakteur als Nachricht an Günther Jauch. Dem fiel es schwer, die Abiturientin als erwachsene Frau zu akzeptieren: „Die Kinder von heute können keinen Akkusativ bilden“, sagte er über sie zum Publikum. Um sie in die Welt des Akkusativs einzuführen, bildete er irrtümlicherweise einen Dativ.
Vielleicht verwirrte ihn die strahlende Aura seiner Kandidatin, von der schon Ellen von Unwerth gesagt hat, dass sie „einfach süß“ sei. Aber eben auch klug: Bei 32.000 Euro stieg Nicole Wronski schließlich aus. Dabei hätte sie die Antwort auf die 64.000 Euro-Frage gewusst. Kein Problem: Die Differenz kann sie als Model verdienen. Gleich nach dem Fernsehauftritt flog Nicole für einen Job nach Korea: Business as usual nach einem ungewöhnlichen Auftritt.
Super gemacht! Herzlichen Glückwunsch, Nicole!
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